Prada-Handy: Edle Sprech-Garnitur
Die zweite Generation des Prada-Handys wäre allein schon edel genug. Doch in Kombination mit einer passenden Uhr bekommt das Paket einen einzigartigen Touch.
Von Andreas Buchmann
"Piep, Piep, Piep!" Verständnislose Blicke im Großraumbüro. Dabei kam doch gerade nur eine SMS herein. Angezeigt wird die Nachricht auf der Uhr. Ein Knopfdruck genügt, und schon taucht der Name des Absenders auf. Beim Betätigen eines zweiten Knopfes erscheint der Nachrichtentext.
Zwei Minuten später. "Piep, Piep, Piep!" Dazu Vibrationsalarm am Handgelenk. Wieder gehen alle Köpfe hoch. Diesmal steht ein Telefonat an. Auf dem Display der Uhr leuchtet der Name des Anrufers. Der Besitzer des innovativen Zeitanzeigers hat jetzt drei Möglichkeiten: Er kann per Knopfdruck das Piepen abstellen oder das Handy auf "besetzt" schalten. Oder er zieht das Mobiltelefon heraus und nimmt das Gespräch an.
Überragender Coolness-Faktor
Möglich wird das extravagante Zusammenspiel durch die Bluetooth-Technologie. Damit können Uhr und Handy ohne Kabel Kontakt miteinander aufnehmen und Daten austauschen. Mehr als fünf Meter entfernt sollten beide Geräte jedoch nicht voneinander liegen. Ansonsten sucht das Handy verzweifelt nach seinem Kollegen und fängt wie wild an zu tuten. Eine schöne Funktion, um in Turbo-Geschwindigkeit ein ganzes Großraumbüro gegen sich aufzubringen. Doch Handy und Uhr gehören bald wie automatisch zum festen Bestandteil von Handgelenk und Hosentasche. Erst das Piepen, dann der Blick auf die Uhr und der gespielt überraschte Satz: "Oh, da ist gerade eine SMS für mich gekommen; mal kurz durchlesen..." - Dieser Coolness-Faktor ist kaum zu übertreffen.
Schönes Design, akzeptable Bedienbarkeit
Das Design der Prada-Kombination ist schlicht, aber elegant. Schwarz und silber sind die bestimmenden Farben. Das Display der Uhr lässt sich auch bei Gegenlicht gut erkennen. Was die drei Knöpfe können, hat der Besitzer schnell verinnerlicht. Das Handy bietet einen Touchscreen, die meisten Funktionen sind per Fingerberührung steuerbar. Zieht der Besitzer einen Finger schnell über den Bildschirm, kann er zwischen verschiedenen Menüs wechseln oder eine Seite weiter nach unten wandern - wie schon vom Apple-Pendant iPhone bekannt. Einige der virtuellen Knöpfe sind etwas klein geraten, was gerade bei schnellem Tippen - zum Beispiel während des Gehens - zu Fehleingaben führen kann.
Zeitgemäße Technik, ambitionierter Preis
Das Display des Handys ist groß genug, um sich Internetseiten anzeigen zu lassen. Dank der aktuellen HSDPA-Technologie geht das angenehm schnell. Für alle, die lieber eine althergebrachte Tastatur benutzen, bietet der Luxus-Knochen ein ausziehbares Keyboard. Das macht das Eingeben von SMS-Nachrichten ziemlich bequem, bedeutet aber auch zusätzliches Gewicht. Insgesamt bringt das Gerät satte 130 Gramm auf die Waage - nichts für die Hemdtasche. Die eingebaute 5-Megapixel-Kamera bringt ein Markenobjektiv von Schneider-Kreuznach und einen Blitz mit. Zum Ablegen der Fotos ist der eingebaute Speicher mit 50 Megabyte recht knapp bemessen. Über Speicherkarten im microSD-Format lässt sich die Kapazität aber auf maximal vier Gigabyte erweitern. Das Prada-Handy wird übrigens in Zusammenarbeit mit LG produziert und heißt offiziell LG KF900 Prada II. Leider hat Schönheit auch ihren Preis: Das Handy kostet rund 600 Euro. Die Uhr ist für 300 Euro zu haben.
Einen Eindruck von den Funktionen des Luxus-Knochens liefert unsere Bildergalerie.
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Leser-Kommentare (3)
Prada-Handy kaputt
Sehr geehrte Damen und Herrn,wie kann ich noch eine Reparatur erwarten? Jetzt ist mein Prada-Handy total kaputt /ich habe ihn seit 2008/, nach dem ich vor etwa 2 Monaten auf die neue Internetfunktion umgestiegen bin und vor einer Woche eine öffentliche Seite aufgerufen habe.Jetzt das Handy schaltet sich nicht ein und nichtreagiert beim Laden, nur anfänglich habe ich eine Erwärmungstreife quer hin





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