Mega-Labor LHC Cern: Gross, grösser, LHC
Dieser Versuchsraum sprengt alle Dimensionen. Und das alles nur, um das kleinste Element auf der Welt zu untersuchen.
Von Andreas Buchmann
Plötzlich wird es dunkel. Der Blick wandert gen Himmel, doch da oben ist nichts mehr zu sehen. Strom für die Beleuchtung gibt es längst keinen mehr. Der Boden unter den Füßen beginnt zu zittern, und infernalisch laute Geräusche lassen das Trommelfell platzen. Dann verschwindet die Erde wie von Geisterhand in einem schwarzen Loch.
Keine Sorge, alles nur Fiktion. Es muss ja nicht gleich die Apokalypse sein, um Physik toll zu finden. Da reicht schon ein Besuch in Genf. Dort steht das europäische Kernforschungszentrum Cern. Und das hat jetzt eine neue Attraktion: den LHC ("Large Hadron Collider"), den größten Teilchenbeschleuniger der Welt.
Absichtlicher Frontal-Zusammenstoß
Mit diesem Projekt wollen die Forscher Fragen beantworten, die sich viele gemeine Zweibeiner wohl noch nie gestellt haben. Sie untersuchen, warum Dinge und Lebewesen eine Masse haben und auf Schwerkraft reagieren. Dazu ist es notwendig, den genauen Eigenschaften von Materie auf die Spur zu kommen. Dazu lassen die Wissenschaftler unterschiedliche Teilchen mit hoher Geschwindigkeit aufeinander prallen. Durch die Wucht der Kollision brechen die Teilchen auseinander. Um diese Bruchstücke zu erfassen und zu untersuchen, haben die Forscher den LHC gebaut.
Kilometerlanges Labor
Die Teilchen werden in einem 27 Kilometer langen, ringförmigen Stahlrohrsystem auf Touren gebracht. Sie erreichen in den armdicken Leitungen Geschwindigkeiten von etwa 300 000 Kilometer pro Sekunde, also ungefähr Lichtgeschwindigkeit. Nach der Kollision werden die Bruchstücke der Teilchen dann von haushohen Detektoren erfasst.
Einige Experten vermuten, dass beim Aufeinanderschießen der Teilchen auch die sagenumwobenen schwarzen Löcher entstehen könnten. Die sollen aber nur sehr klein sein und bei Weitem nicht die Gefahr ausstrahlen, die manche Menschen in sie hineindeuten. Die Erde dürfte also bis auf Weiteres bestehen und nicht in einem schwarzen Loch verschwinden.
Die Funktionsweise des LHC als Rap
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Leser-Kommentare (1)
Die Menschheit spielt Gott ...
... und Millionen verhungern ...





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