Free Running: Die Kunst der Fortbewegung
Normale Gehwege? Langweilig! Die Anhänger des "Free Running" suchen den Kick, indem sie sich ihre eigenen Wege durch die Stadt bahnen. Hindernisse werden nicht umgangen, sondern mit vollem Körpereinsatz überwunden. Atari hat den Trendsport jetzt in dem Playstationgame "Free Running" virtuell umgesetzt. Dabei wird die alltägliche Umgebung zum Abenteuerspielplatz.
Auf den Dächern der Stadt zelebrieren sie waghalsige Sprünge, üben Stunts und Tricks. Ihr Ziel: die Beherrschung ihres Körpers und ihrer Umgebung. Traceure (französisch tracer: eine Linie ziehen) klettern über Bauzäune, Mauern und Litfaßsäulen, springen über Treppen, Bänke und Hochhausschluchten.
Der Franzose Sébastian Foucan entwickelte die Bewegungskunst Free Running. Sie ähnelt dem schon länger bekannten Parkouring, setzt aber mehr auf Ästhetik und Akrobatik. Free Running ist verspielter und spektakulärer. Ein Free Runner ist auch ein Trickser, der sich mit Flips und Saltos in Szene setzt. Gemeinsam mit Atari entwickelte Foucan das neue Game für die Playstation. Im Spiel tritt er als Mentor auf und erklärt die diversen Moves und Tricks.
Vom Untergrund zum Trendsport
Mitte der 80er-Jahre entstand "le Parkour" in den Vorstädten von Paris. Der Franzose David Belle hatte von seinem Vater, einem ehemaligen Vietnamkämpfer, gelernt, wie man sich im unwegsamen Gelände bewegt. Er übertrug die Tricks vom Wald auf den Großstadtdschungel und lieferte sich mit Freunden Verfolgungsjagden über Bäche, Mülltonnen und Gebäudefassaden. Der Untergrundsport verbreitete sich von Frankreich über die ganze Welt. Unter dem Begriff "L'art du déplacement", die Kunst der Fortbewegung, entwickelten sich Varianten wie das von Sébastian Foucan erfundene Free Running. Heute gibt es viele freie Parkour-Gruppen, die mit der Bewegungskunst vor allem Spaß und körperliches Training suchen. Seit 2007 bieten sogar einige Schulen den Trendsport an.
Luc Besson setzte dem Kultsport Parkouring mit seinem Film "Yamakasi - Les samouraïs des temps modernes" 2001 ein Denkmal: Eine Pariser Vorstadtgang erobert sich mit riskanten Fassadensprüngen die heruntergekommenen Viertel ihrer Stadt zurück. Auch Werbefilme machten die sportliche Ästhetik populär. Sébastian Foucan machte für Popikone Madonna Katzensprünge auf der "Confessions"-Tour, im James Bond Film "Casino Royale" inszenierte er mit atemberaubenden Stunts eine Free Running-Verfolgungsjagd.
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Leser-Kommentare (1)
Freerunning
Freerunning gibts nicht nur als Computerspiel !! Jeder kann es trainieren, die kompetentesten Freerunner haben für alle interessierten eine Internetplattform und ein Forum gemacht: http://www.freerunning.de/ !!





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