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eBook: Digitale  Lektüre

Lesen von eBooks attraktiver? Der Online-Buchhändler Amazon plant einen neuen Reader: "Kindle". Sony hat in Japan ein erfoglreiches Modell am Start. Ob der Renner zu uns kommt ist fraglich

Von Sven Schulte-Rummel

Manchmal braucht es nur ein neues Produkt, um eine alte Idee zu beleben, und "Kindle" könnte dieses Produkt sein. Der iPod hat die Renaissance des mobilen Musikhörens eingeläutet, und "Kindle" ein mobiles Lesegerät für digitale Bücher von Amazon und Google könnte nun eBooks populär machen.

Der Begriff eBook steht für ein elektronisches Buch, das sich im Inhalt nicht von seinen Papier-Brüdern unterscheidet, und das viele Vorteile hat: Man kann im Buchtext einzelne Passagen suchen, braucht kein Papier mehr und die Vertriebswege (Download) sind enorm kurz. Doch bisher hapert es vor allem daran, dass der Leser eines eBooks nichts zum blättern hat, auf einem Display lesen muss und batterie-anhängig ist. Sonys eBook-Lesegerät Librié verkaufte sich deshalb nur langsam außerhalb Japans. "Kindle" aber würde das eBook-lesen technisch auf eine neue Stufe bringen, und so schnell viele Vorurteile gegenüber der digitalen Display-Lektüre abbauen.

Die wirkliche Kraft hinter dem von Amazon noch unbestätigten Projekt liegt aber in einer Kooperation des Online-Buchhändlers und Google, zwei der Schwergewichte der Internet-Branche. Durch sie würde eben nicht nur die Hardware angeboten, sondern die Inhalte gleich mit wie bei der Symbiose aus iPod und iTunes. Unter Mobipocket verkauft Amazon schon jetzt digitale Bücher, die allerdings am PC gelesen werden müssen. Und Google bietet unter Google Books eine Volltextsuche innerhalb von archivierten Werken an.

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