Lavazza: Interview Finlay McKay: "Es ist ein Gefühl"
Mit viel Liebe fürs Detail realisierte der Fotograf Finlay MacKay den Lavazza-Kalender 2008. MAX Online sprach mit ihm über Wasseroberflächen, Temperamentsausbrüche - und Affen am Set.
Finlay MacKay wurde 1973 in Schottland geboren. Er studierte Fotografie an der Glasgow School of Art und lebt heute in London. Von dort aus arbeitete er in den letzten Jahren unter anderem für Nike, Adidas, Olympus, Harrods sowie internationale Magazine wie die The New York Times.
MAX Online:
Für die Produktion des Lavazza-Kalenders 2008 schwelgten Sie tagelang in einer Kulisse aus Luxus pur. Wie fühlte sich das an?
Finlay MacKay:
Oh, großartig. Wir waren ein wunderbares Team und hatten eine Menge Spaß. Ich habe die Zusammenarbeit mit Lavazza sehr genossen.
MAX Online: Obwohl dabei doch ganz unterschiedliche Temperamente aufeinander trafen: der schottische Hang zum Understatement und der Pathos italienischer Leidenschaft?
Finlay MacKay: Natürlich kam es dadurch auch zu Spannungen. Aber diese haben sich ausschließlich kreativ entladen. Was man, wie ich meine, den Bildern auch ansieht.
MAX Online: Bei so vielen Details muss jedes Element stimmen bis zum endgültigen Bild. Wie viele Fotos haben Sie pro Motiv geschossen, bis Sie schließlich das Gefühl hatten, jetzt passt es?
Finlay MacKay: Wir haben pro Motiv zwischen 400 und 500 Fotos gemacht.
MAX Online: Und wie wählt man aus einer Masse von so vielen Fotos das eine, das perfekte aus?
Finlay MacKay: Das ist ein Zusammenspiel aus vorgegebenen Tatsachen und einem bestimmten Gefühl. Wenn alles am richtigen Ort ist, jeder Blick sitzt und alles zu einem großen Ganzen verschmilzt, dann ist dieses das richtige unter 500 verschiedenen Fotos. Schwer zu erklären. Aber ungefähr so fühlt sich das an.
MAX Online: Welches Kalendermotiv war am schwierigsten zu realisieren?
Finlay MacKay: Das war die "Queen Yasmine". Wegen der Wasseroberfläche. Es ist sehr schwer, Wasser gut in Szene zu setzen.
MAX Online: Welches ist Ihr Lieblingsmotiv?
Finlay MacKay: Ganz klar die "Queen Vanalika II". Und zwar wegen der beiden Affen. Mit den beiden war es unglaublich lustig am Set, weil sie die meiste Zeit nur Blödsinn im Kopf hatten. Das war auch nicht ganz einfach, aber wir haben sehr viel gelacht.
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