Haarausfall: Haarausfall
Nichts fürchtet ein Mann mehr, als dass seine Lieblingsfußballmannschaft eine Liga absteigt. Außer den Haarausfall. Wird die Mähne lichter, fühlt Mann sich schnell alt. Warum tut die Natur uns sowas an - und können wir uns wehren?
Von Markus Kastenhuber
Die Hälfte aller Männer trifft im Laufe ihres Lebens irgendeine Form des Haarausfalls, sei es durch Ausdünnung oder kompletten Verlust des Haares. Dies nagt häufig am Selbstbewusstsein der Betroffenen, da Haare ein Zeichen für Jugend, Lebenskraft und Attraktivität sind. Von Haarausfall spricht man, wenn pro Tag mehr als 100 Haare verloren werden. Alles, was darunter liegt, ist im normalen Bereich.
Häufigste Ursache für Haarausfall beim Mann sind die Gene. Beim hormonell-erblich bedingten Haarverlust reagiert der Körper überempfindlich auf das männliche Hormon Testosteron. So verkürzt sich die normale Lebensdauer - nomral zwei bis sechs Jahre - eines Haares stark. Krankheiten wie Alopecia können ebenfalls zum Verlust des Haares führen, entweder am ganzen Körper, sodass selbst Wimpern, Augenbrauen und Barthaare ausfallen, oder auch nur an einigen Stellen.
Übrigens können Haare selbst dann noch nachwachsen, wenn sie mitsamt der Wurzel ausgefallen sind. Voraussetzung fürs Wachstum ist nämlich lediglich, dass die Wachstumszellen im Wurzelbalg unversehrt sind und über den Blutkreislauf mit Nährstoffen versorgt werden. Um Haarausfall zu vermeiden oder zu verdecken, bieten sich folgende Möglichkeiten an:
Glatze
Einfachste und radikalste Möglichkeit den Haarverlust zu verstecken, ist ihn zu feiern. Prominente wie Bruce Willis oder Jürgen Vogel machen es vor und stehen zu ihren Glatzen. Die zwei Schauspieler sind mittlerweile für ihr fehlendes Haar bekannt und haben es zu ihrem Markenzeichen gemacht.
Toupet
Instant-Haarpracht bieten Toupets oder Perücken. Meist werden sie für die jeweiligen Köpfe maßgefertigt. Leider schränken sie den Benutzer im Umgang häufig noch sehr ein, da sie verrutschen können und oftmals unnatürlich aussehen.
Systemische Therapie
Vor allem bei stärkerer Ausprägung des Haarausfalls können auch Tabletten zur innerlichen Behandlung verschrieben werden. Bei der sogenannten systemischen Therapie werden Medikamente mit dem Wirkstoff Finasterid eingenommen, um den Haarverlust zu bremsen.
Topische Therapie
Wer auf die Einnahme von Tabletten verzichten will, kann bei leichtem hormonell-erblich bedingtem Haarausfall auch auf ein Kopfhauttherapeutikum mit dem Wirkstoff Alfatradiol zurückgreifen. Bei der topischen Therapie werden Tinkturen mit dem Wirkstoff Alfatradiol auf die Kopfhaut aufgetragen, wodurch die Stoffe, die für den Haarverlust verantwortlich sind, gehemmt werden.
Haartransplation
Wenn alle anderen Mittel nicht wirken, bleibt noch die Möglichkeit der Haartransplantation. Haare werden am Hinterkopf entnommen und an den kahlen Stellen wieder eingesetzt. Am Hinterkopf sind die Haare meist unempfindlich gegen die Asuwirkungen von Testosteron, so dass die umgesetzten Haare auch auf dem Oberkopf ein Leben lang gut wachsen.
In unserer Bildergalerie gibt es Fotos, die beweisen, dass selbst Promis, Royals und männliche Stilvorbilder nicht vom Haarschwund verschont werden.
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