Dynamic Architecture: Alles dreht sich
Wer sagt, dass Wolkenkratzer immer gleich aussehen müssen? Der Architekt David Fisher will in Dubai und Moskau rotierende Hochhäuser bauen, die auch noch gut für die Umwelt sind.
Was für eine Vorstellung, morgens im eigenen Apartment aufzuwachen, vom Schlafzimmer aus den Sonnenaufgang zu erleben und abends vom gleichen Bett das Abendrot. In den Hochhäusern, die der italienische Architekt David Fisher bauen möchte, ist das nicht unmöglich. Dynamische Architektur ist das Stichwort und könnte die Skylines unserer Großstädte auf Dauer verändern.
Kreisende Kolosse in Moskau und Dubai
Geht es nach dem italienischen Visionär, stehen die dynamischen Drehtürme schon bald in Dubai und Moskau. 400 Meter sollen sie in die Höhe ragen und mit jeder Rotation ihr Aussehen verändern, denn in den Türmen ist jedes Stockwerk individuell verstellbar. Laut Fisher werden die Gebäude dem Rhythmus der Natur folgen und ihre Richtung und Form je nach Tages- und Jahreszeit ändern. Das schaffen sie aus eigener Kraft, denn auch ökologisch sind sie echte Himmelsstürmer.
Statt den riesigen Energiebedarf der Wohngiganten mit herkömmlichen Mitteln zu decken, möchte Fisher die Häuser zu grünen Riesen machen. Im Inneren der Türme verbirgt sich eine horizontale Windkraftanlage, die so viel Strom produziert, dass Nachbarhäuser gleich mit versorgt werden können. Zusätzlich liefern Solarzellen auf den Dächern der Hochhäuser jede Menge Energie. Doch Umweltschutz fängt für den Architekten schon beim Bau an.
Öko-Haus auch ohne Grasdach
Fabriken stellen alle Elemente der dynamischen Architektur vom Boden bis zum Küchenschrank her - auf der Baustelle werden die einzelnen Stücke nur noch zusammengesetzt. Das senkt nicht nur Kosten, sondern auch die Umweltbelastung. Fisher braucht kein Grasdach und Lehmziegel, um das ökologische Hochhaus der gar nicht so fernen Zukunft zu bauen. Wer auf Dauer über Dubai kreisen möchte, kauft sich einfach eines der drehbaren Domizile zwischen Stockwerk 35 und 70. Allerdings dürfte der Preis auch ganz ohne rotierenden Untergrund schwindelerregend sein.
Ferraris im 80. Stock
Noch höher in den Himmel kommt nur, wer die eine oder andere Million auf dem Konto liegen hat. In den letzten zehn Stockwerden des Turms bieten "Villen" Luxus, bei dem so manches Millionärsherz schwach wird. Schwimmbecken, Sauna, Designmobiliar und den Ferrari-Parkplatz in vierhundert Metern Höhe direkt vor der Apartment-Tür. Man gönnt sich ja sonst nichts.
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Leser-Kommentare (2)
Sieht sehr futuristisch aus
aber ich würde mich freuen, einen Dynamic Tower mal live in Dubai zu sehen. :-)





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