Christian Oliver: Der Aufstieg
Stationen des Erfolgs: von Frankfurt nach New York nach Los Angeles
Nach seinem Abiturabschluss (Notendurchschnitt 1,8) zieht er von Frankfurt nach New York und macht ein Praktikum bei der Agentur BBDO. Werbefachmann wollte er werden. "Schön mit Anzug und Krawatte jeden Morgen zur Arbeit gehen, das war mein Traum." Doch New York verwirrt die Sinne und hat schon bei einigen die Zukunftspläne über den Haufen geschmissen. Plötzlich träumt der angehende Werber vom Film. Er nimmt Schauspielunterricht und nach "ein paar Bieren zu viel mit meinen Zimmergenossen in SoHo und einem Telefonat" sitzt er drei Tage später im Flieger nach Los Angeles. "Damals dachte ich, ich bin der einzige Schauspieler, der an dem Tag in Hollywood landet."
Das war natürlich nicht so. Oliver jobbt als Model, tritt in Werbespots auf und kriegt 1994 seine erste Hauptrolle in der NBC-Sitcom "Saved by the Bell". Das Magazin "People" kürt den blonden German-Export zu einem der 50 bestaussehenden Männer des Universums. Als Begründung steht neben seinem Foto mit nacktem Oberkörper der sinnfreie Satz: "Sein deutscher Akzent ist so sexy, dass man ihm Sprachunterricht geben will."
2002 bekommt Oliver plötzlich die Zusage für die Rolle des Polizisten Jan Richter in "Alarm für Cobra 11" und zieht von heute auf morgen von Los Angeles nach Köln. "Cobra war ein geiler Job, ich habe mich da ausgetobt. Es war wie ein großer Spielplatz." Zwei Jahre macht er mit, dann wird ihm die Serie zu langweilig. Mit breitem Kreuz - vom vielen Krafttraining und dem neuen Selbstbewusstsein durch seinen "Cobra"-Erfolg - kehrt er nach Los Angeles zurück. Doch dort interessiert sich immer noch niemand für Olivers Stunts in einer Serie über eine deutsche Autobahnpolizeimeisterei. Oliver geht also wieder zu Castings, spielt in diversen TV-Serien - und irgendwann fragt ihn Dean, sein bester Freund, ob er einen Film mitproduzieren möchte. "Klar", sagt Christian Oliver und dreht für kleines Geld in den Bergen von Aspen einen Film, der groß herauskommt. Zumindest ist der Psycho-Horror-Thriller "Subject Two" so gut, dass er bei Robert Redfords Sundance-Filmfestival einen Käufer findet und sogar Preise absahnt.
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Leser-Kommentare (2)
süßer
er ist der süße bei AFC11





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