Christian Oliver: "Ihr seid großartig"
Oliver gibt zu, dass er "in den ersten Stunden ganz schön aufgeregt" gewesen sei, an der Seite dieser Megastars zu drehen
Klar, er hat zwar schon in einigen amerikanischen TV-Serien mitgespielt - unter anderem auch in einer mit Pamela Anderson -, aber das ist natürlich kein Vergleich zu einem Hollywood-Projekt. "Die Rolle ist garantiert nicht meine bisher größte, aber auf jeden Fall meine bedeutendste", sagt der 34-Jährige. In seiner ersten Szene mit Blanchett sollte er laut Drehbuch nervös und unsicher sein. Sehr praktisch, denn da musste er sich nicht groß verstellen. Soderbergh und Clooney beobachteten die Einstellung am Monitor. "Nach dem ersten Durchlauf kam Soderbergh auf uns zu und fragte ganz ernst: 'Was im Himmel war das denn?' Cate und ich schauten uns etwas verwirrt an. Auf einmal lachte Soderbergh und meinte: ‚Das war ein Scherz. Ihr seid großartig. Aber zur Sicherheit machen wir es noch einmal.‘" Damit war das Eis gebrochen. "Er hatte mir all meine Ängste genommen."
Der deutsche Schauspieler hatte sich vorher auf alles gefasst gemacht: dass George Clooney oder Cate Blanchett ihn wie Luft behandeln würden; dass sie Allüren hätten und sich während der Drehpausen in ihren Trailern verschanzen würden. Er weiß ja, dass er eine kleine, unbekannte Nummer ist. Also hegte er keine großen Erwartungen. Doch es kam völlig anders. "Es waren die besten Dreharbeiten, die ich bisher erlebt habe", sagt er. "Ich wurde wie ein gleichwertiger Kollege behandelt, was mir viel Selbstvertrauen bei der Arbeit gegeben hat." Blanchett bat ihn immer wieder, ihre deutsche Aussprache zu korrigieren und Clooney unterhielt ihn in den Drehpausen mit interessanten Storys. "Der Mann ist unglaublich intelligent, charmant und hat eine ansteckende Leidenschaft für das, was er tut", schwärmt Oliver. "Er genießt das Leben, weiß, dass er einen geilen Job hat, und ist dankbar dafür."
Die Leidenschaft eines George Clooney, die hat Christian Oliver auch. Zum MAX-Foto-Shooting vor verschiedenen Filmkulissen in den Universal Studios, nur wenige Meter vom Set zu "The Good German" entfernt, erscheint er an zwei Tagen hintereinander um 5 Uhr morgens und bleibt 16 Stunden lang gut gelaunt, ausdauernd und konzentriert. "Entweder mache ich etwas richtig oder gar nicht", sagt er. Das kann jeder sagen. Aber bei Oliver merkt man, dass er für das brennt, was er tut. Dass er weder Mühe noch Anstrengungen scheut, den schweren Weg zu gehen, wenn er es auch einfach haben könnte.
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Leser-Kommentare (2)
süßer
er ist der süße bei AFC11





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