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unikörper.de Aktkalender Uni Trier 2013

 

Aktkalender Unikörper: Erotisch  für  einen  guten  Zweck

"Unikörper", ein schöner Titel. Dahinter verbrigt sich ein Kalender voller schöner Menschen, 13 Frauen und 13 Männer. Es sind Studenten der Universität Trier, die für einen guten Zweck als Aktmodelle posieren.

Von Martin Haldenmair

"Wir versuchen, Nacktheit auf eine erotische Art und Weise zu umgehen." Mit diesem Rätselhaften Satz erklären Uly Wagner und Marco Piecuch ihr Projekt "Unikörper", einen Aktkalender der besonderen Art. Für ihn modelten 13 Studentinnen und 13 Studenten der Universität Trier. Das Projekt ist kreativ, schön und kommt einem guten Zweck zu Gute, denn mit dem Erlös unterstützen die Studierenden die Deutsche AIDS-Stiftung und das Aktionsbündnis gegen Homophobie.

Finanziert aus eigener Tasche

Hohe Ansprüche muss das Projekt also erfüllen. Es geht nun ins zweite Jahr. Für 2012 gab es den ersten Akt-Kalender, für den die Studierenden der Uni Trier modelten. Marco Piecuch inszenierte sie in satten Farben mit überbordend dynamischen Bildern voller wehender Stoffbahnen. Dass hinter dem Projekt Amateure standen, konnte man ihm also nicht ansehen. Dass sie dessen Kreativ-Aspekt herausstreichen wollten, das machte die Fotos manchmal etwas stark deutlich, aber auf jeden Fall war das Ding ein Hingucker.

Nun geht es also in die zweite Runde. Der Kalender 2012 war populär, die Bilanz positiv, die Finanzierungslage dennoch etwas kipplig. So sprangen die Organisatoren mit ihrer Privatvermögen ein, um den Aktkalender 2013 kreieren zu können. Ein Wendekalender ist es geworden, mit 26 Models, 13 jungen Frauen und 13 jungen Männern, die uns durchs Jahr begleiten. Das kecke Titelbild macht schon Laune: Eine junge Frau sitzt lesend auf einer frühlingshaft sonnenbeschienenen Bank, darunter hält ein junger Mann auf der selben Bank einen Schwall herbstlichen Regenschauers ab, während er sehnend nach oben blickt. Schirm und Buch bedecken, was nicht jugendfrei. So erklärt sich nun also der Satz vom erotischen Vermeiden.

Erotisches Andeuten

Kreativ nämlich werden die Nackten in das Setting eingefügt, so dass sie wie ein natürlicher Bestandteil darin wirken. Ein sich rasierender, nackter Student am Straßenrand fällt dabei schon gar nicht mehr auf. An anderen Stellen arbeitet Unikörper mit Silhouetten in Schwarz-Weiß oder greift zum guten alten Mittel der überschlagenen Beine. So lebt der Kalender vom Andeuten und nicht kompletten Zeigen. Im Gegensatz zum ersten Kalender 2012, bei dem vor allem die Männer überzeugt werden mussten, hatten die Organisatoren diesmal eine Vielzahl an Bewerber, die mit fantasievollen Erklärungen auf die Blätter kommen wollten. Nach welchen Kriterien auch immer ausgeglichen wurde, das Ergebnis ist recht angenehm: Es zeigt natürlich schöne Menschen. Wer das Projekt unterstützen möchte, bestellt am besten direkt über deren Seite, dann kann der Erlös ohne Abschlag eines Zwischenhändlers den Organisationen zu Gute kommen.

Einen Einblick in den Kalender präsentiert unsere Bildergalerie.

(dpa/ mh)

Weiterführender Link: Homepage von "Uni Körper"
Homepage der Deutschen AIDS-Stiftung
Homepage des Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V.

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