Poker-WM (WSOP): Poker-Lady
Zum 38. Mal kommen Pokerspieler aus aller Welt nach Las Vegas, um den ultimativen Topspieler zu ermitteln und ganz nebenbei mehrere Millionen Dollar einzusacken. Auch die deutsche Profipokerspielerin Katja Thater versuchte ihr Glück. MAX hat ihr dabei über die Schulter geschaut.
Von Christoph Baumeister
Las Vegas: 48 Grad im Schatten. Die Klimaanlagen des Super-Luxus-Hotels Rio laufen auf Hochtouren. Die Luft ist trocken und saugt den letzten Tropfen Flüssigkeit aus dem Körper. Katja Thater läuft mit schnellen Schritten Richtung "Convention Centre", vorbei an wild blinkenden, unaufhörlich dudelnden Spielautomaten und unzähligen Roulettetischen. Im südlichen Bau des gigantischen Hotelkomplexes liegt der "Amazon Room". Austragungsort des größten Poker-Turniers der Welt: der World Series of Poker oder kurz WSOP.
World Series of Poker
Fakten:
- 55 Einzelturniere mit Startgeldern von 500 bis 50 000 Dollar
- Gespielt werden drei Pokerarten in je zwei Varianten:
- "Seven Card Stud Hi-low-8 or Better"
- "Omaha" und
- "Texas Hol'em" mit und ohne Limit
- Der Main-Event, in dem es um den Titel geht, hat ein Startgeld von 10 000 Dollar und wird an acht Tagen in "Texas Hold'em no limit" ausgespielt
Zeit: 01.06.2007 bis 16.07.2007
Ort: Hotel Rio, Las Vegas, NV (USA)
Ihr Blick ist starr und sie verzieht keine Miene. Das Turnier mit einem Startgeld von 10 000 Dollar, der sogenannte Main-Event der WSOP beginnt in wenigen Minuten. "Ich komme immer erst zehn Minuten vor dem Turnier. Das lange Warten würde mich wahnsinnig machen", zischt sie. Gespielt wird acht Tage lang. Das Spiel heißt "Texas hold'em no limit". Am Ende locken über acht Millionen Dollar und der WSOP-Champion-Titel.
Für die Profipokerspielerin ist es bereits die zweite WSOP-Teilnahme und die erfolgreichste. Der Hamburgerin gelang nach zwei Finaltischen und fünf mit Geld dotierten Plätzen, als erste Frau der sensationelle Gewinn eines der insgesamt 55 Einzelturniere mit einem Preisgeld von rund 130 000 Dollar. Obendrein gab es dafür eines der begehrten goldenen Bracelets, dem "Oscar" der Pokerszene. Umso bemerkenswerter, da es für Frauen alles andere als leicht ist, sich in der von Männern dominierten Poker-Welt durchzusetzen. Nur wenigen, wie Susie Isaacs, Jennifer Tilli und Barbara Enright gelang es bisher dauerhaft zu bestehen. Der große Titel blieb ihnen in 38 Jahren dennoch verwehrt ...weiter
- Hier können Sie einen passenden und weiterführenden Link zum Thema vorschlagen.
Leser-Kommentare (2)
Money money money
es gibt wohl kaum einen Geldigeren "Sport" mit höherem Suchtpotenzial als Pokern. Spricht den hier keiner Mal von den Millionen Loosern, die Haus und Hof verzocken?












