USA Wahl im Netz: Rückblick: John McCain
Wo immer der Republikaner John McCain auftaucht, lässt er durchblicken, dass er Vietnam-Veteran ist. Auch die Stars an seiner Seite zeichnen sich vor allem durch Schlagkraft aus.
Von Andrea Ege
John McCain baut auf das Image eines Haudegens, der schon einiges erlebt hat - vor allem als Vietnam-Veteran - und setzt sich rigide für die Weiterführung des Kriegs im Irak ein, unter Einsatz von noch viel mehr Soldaten.
Schlagkräftige Schützenhilfe
Ganz mit ihm konform gehen mit dieser Meinung Arnold Schwarzenegger, Tom Selleck und Silvester Stallone. Ersterer jedoch muss sein Engagement am heimischen Esstisch bestimmt öfter mal verteidigen: Schwarzeneggers Frau, die Kennedy-Nichte Maria Shriver ist bekennende Demokratin und setzt sich in dieser Funktion vehement für Barack Obama ein.
Konservativ, aber eigensinnig
McCains ideologisches Panoptikum an politischen Ansichten breiter, als man bei einem konservativen Politiker mit kriegsgebeutelter Biografie annehmen könnte. So ist er beispielweise gegen ein generelles Abtreibungsverbot. Auch im Umgang mit illegalen Einwanderern decken sich seine politischen Forderungen ganz und gar nicht mit denen seiner Parteigenossen. Statt Verfolgung, Bestrafung und Deportation fordert er eine pragmatische Lösung, die den Immigranten ein Bleiberecht verschafft, sofern sie bereit sind, Steuern dafür zu bezahlen.
Vom Außenseiter zum Favorit
Dass er mit seinen Ideen oft bei seiner Partei aneckt, verschaffte ihm intern viele Feinde, bei den Wählern aber viel Respekt. Bei den Vorwahlen galt er zunächst als Außenseiter. Und setzte sich dann doch deutlich von seinen republikanischen Mitbewerbern ab. Scheitern könnte seine Kandidatur an seinem Alter - er wäre mit 72 Jahren der älteste Präsident bei Amtsantritt - oder an seinem im Vergleich zu Barack Obama geringen Wahlkampf-Budget.
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