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Unsichtbar-Forschung: Nichtsnutzer

Mobil-Kommunikation, Sprachsteuerung bei Computern und Automatiktüren - all das war in der Serie "Star Trek" reine Zukunftsmusik. Forscher holen nun ein weiteres Stück Morgen in die Gegenwart: Sie machen Dinge unsichtbar

In der erfolgreichen Science-Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise" waren die Klingonen bekannt für ihre Tarnvorrichtung. Was im Weltall nur die fiktiven Außerirdischen schaffen, wollen Forscher nun auf der Erde möglich machen. Sie haben ein Gerät entwickelt, das unsichtbar machen kann - rein theoretisch. Denn in der Praxis sind die gelehrten Zauberer noch nicht ganz so weit. Basierend auf Entwürfen von Professor Sir John Pendry konnten sie bisher lediglich einen Prototypen bauen, der für Radare unsichtbar ist.

Die Menschen träumen schon seit Jahrtausenden von einem Ausstieg aus der zwanghaften Sichtbarkeit. Siegfried und Roy lassen Tiger verschwinden und David Copperfield seine Mitmenschen: Nun ist es an der Zeit, dass die Unsichtbarkeit auch in die Welt der Nicht-Magier Einzug hält. "Das ist keine Science Fiction", so Professor John Pendry. "Theoretisch ist alles möglich, was Harry Potter mit seinem Umhang anstellt."

"Die früheren Entwürfe bewegten sich in der Theorie und erklärten, wie es gemacht werden könnte", so der Planer des Projekts Professor Pendry. "Die eigentliche Herausforderung war, die ungewöhnlichen Materialien zu entwickeln, die für ein funktionierendes Gerät gebraucht würden."

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in diesem "Meta-Material", hinter dem sich ein speziell angefertigter Zauber-Stoff verbirgt, der elektromagnetische Strahlung aufgreifen und sie ablenken kann. Schaut jemand auf das präparierte Objekt, erkennt er lediglich das von hinten reflektierte Licht. "Das Licht und alle anderen elektromagnetischen Wellen werden um den Bereich herumgeleitet und kommen auf der anderen Seite wieder hervor, als ob sie durch nichts hindurch gegangen wären" Kurz gesagt: Der Gegenstand erscheint unsichtbar.

"Es gibt noch viel zu entwickeln, aber ich denke in fünf Jahren wird diese Technologie in der Praxis angewendet werden", so einer der Entwickler. Da wir noch über keine Raumschiffe verfügen, ist ein Einsatz auf der Erde geplant. Neben Einsatzmöglichkeiten beim Militär und den Geheimdiensten seien auch eine Reihe anderer Einsatzmöglichkeiten denkbar. "Man könnte elektromagnetische Wellen an störenden Hindernissen vorbeiführen", meint Pendry. "Zum Beispiel an einer Raffinerie, die einem den schönen Blick auf die Bucht versperrt." Für was auch immer die neue Unsichtbarkeit genutzt wird: Zauberer nehmt euch in Acht, bald haben wir sie auch!

(mw)

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Leser-Kommentare (1)
MissR (23.10.06 - 22:39)
naja..

..ich weiss nicht ob das so gut ist!

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