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dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH Ursula Karven

 

TV-News: In  den  Schweizer  Bergen  spielt  das  ZDF  Schicksal

Luzern (dpa) - Der Fernsehfilm läuft auf den Tag genau ein Jahr nach dem schweren Lawinenunglück des niederländischen Prinzen Johan Friso (44). Er erzählt von einer Frau, die um das Leben ihres Mannes bangt. Dieser liegt nach einem Skiunfall im Wachkoma.

Mit dem Film «Wer liebt, lässt los» zeigt das ZDF an diesem Sonntag (17. Februar), 20.15 Uhr, ein bewegendes Schicksal. Es ist eine wahre Geschichte. Trotz der Dramatik vermittelt der Film Zuversicht.

«Ich liebe diesen Film», sagt die Schauspielerin Ursula Karven. Die 48-Jährige spielt die Hauptrolle in dem 90-Minuten-Streifen. Im Mittelpunkt steht die erfolgreiche Licht-Designerin Luise Iwersen, verkörpert von Karven. «Sie steht mit ihrem Mann, dem Beruf und zwei Kindern mitten im Leben», sagt die Schauspielerin.

Doch beim Skiurlaub mit seinen Freunden verunglückt der Ehemann und Familienvater, als er einer jungen Frau - gespielt von Christina Hecke - das Leben rettet. Er wird von einer Lawine verschüttet und liegt lange im Wachkoma. Die Ehefrau sitzt jeden Tag am Krankenbett, bangt um das Leben ihres Mannes. Als dieser aus dem Koma erwacht, fühlt er sich zu jener Frau hingezogen, der er in den Bergen beim Skifahren das Leben gerettet hat.

Mit «Wer liebt, lässt los» wagt das ZDF ein Experiment. Gesendet wird am Sonntagabend. Ein Sendeplatz, den das ZDF gerne «Herzkino» nennt. Sonst laufen hier etwa Rosamunde Pilchers Liebesgeschichten oder «Das Traumschiff». Der Sonntagabend ist umkämpft. Mit dem «Tatort» im «Ersten» hat das ZDF eine starke Konkurrenz.

«Die Dreharbeiten waren sehr ungewöhnlich», sagt Karven. Gedreht wurde im schweizerischen Luzern auf der Intensivstation eines Krankenhauses unter Originalbedingungen sowie in den Schweizer Bergen. Das Lawinenunglück des niederländischen Prinzen hatte sich nur wenigen Wochen zuvor ereignet, es warf seine Schatten. Karven bereitete sich mit einem Coach auf die schwierige Rolle vor.

«Der Film erzählt, wie die Ehefrau angesichts der Geliebten ihres Mannes trotz aller Verzweiflung die Krise meistert», sagt die Regisseurin Judith Kennel. «Schon beim Lesen des Drehbuchs ist sie mir zum Vorbild geworden», erzählt Hauptdarstellerin Karven. «Mit ihrer ganzen Energie und Kraft und zugleich einer unglaublichen Weichheit und Fraulichkeit stellt Luise sich dem Schicksal, das zunächst für sie unüberwindbar scheint.»

Es gehe um die Frage, wie Menschen mit schweren Krisen umgehen und wie die Probleme gelöst werden können. Neben Karven sind unter anderem Gaby Dohm als Schwiegermutter zu sehen, Pasquale Aleardi als Ehemann und Marcus Mittermeier als Psychologe.

Trotz der Dramatik: «Wer liebt, lässt los» ist kein Film, der den Zuschauer mit zentnerschweren Problemen zurücklässt. «Es geht um die Frage, wann man loslassen muss», sagt Karven. Der Filmfigur gelingt das. «Wer hart und verbittert reagiert oder klammert, hat keinen Vorteil - am wenigsten für sich selbst.»

Dies ist auch das Lebensmotto der Schauspielerin. Zum Beispiel in Beziehungen. «Letztlich geht es ja auch in der Liebe und in Partnerschaften um Besitzansprüche. Diese zurückzulassen, ist die große Kunst, die ja nur wenigen gelingt.» Auch ihr nicht immer. «Ich wünsche mir von mir selbst manchmal mehr Leichtigkeit, weil letztlich jede Frau auch beschützt werden will.»

Karven ist mit dem schwedischen Unternehmer Mats Wahlström liiert, lebt mit ihm eine Fernbeziehung. Nach dem ZDF-Film dreht sie in Indien und den USA. Zudem arbeitet sie gemeinsam mit einem Philosophen an einem Buch zum Thema Mut. Es soll zur Buchmesse im Oktober erscheinen.

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