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Suicide Girls: Heisse  Tattoo-Chicks

Lüsterne Blicke, sexy Posen und jede Menge nackte Haut: Die "Suicide Girls" bieten noch mehr als das. Diese Damen schmücken sich mit Accessoires der ganz besonderen Art.

Romina trägt kleine blaue Sternchen auf den Brüsten, ihre Oberarme sind mit roten Herzchen verziert. Völlig unbekleidet räkelt sich die 19-Jährige auf einem roten Ledersofa. Sie ist nackt und wirkt dennoch angezogen. Ein Stückchen weiter links steht Lilly. Sie trägt ein Spitzen-Korsett, ihr Körper ist ebenfalls von Kopf bis Fuß mit Tattoos übersät. Und obwohl Romina sich zu den Rockabillys zählt und Lilly ein Gothic-Fan ist, gehören sie doch zur gleichen Familie: den Suicide Girls, eine schräge Web-Community für punkige Pin-ups.

Subkulturelle Erotik

Was diese Gruppe wilder Weiber vereint, sind Tattoos, Piercings, Lack, Leder und alles, was sich zu einem erotischen Fetisch-Objekt umfunktionieren lässt. Im Stil eines klassischen Social-Networking-Portals präsentieren sich die frivolen Damen im Internet mit ihrem User-Profil, das sie mit Blogeinträgen, erotischen Fotos, Videos und einer Freundinnenliste nach Vorliebe beliebig garnieren.

Chefin "Missy Suicide" sieht das Ganze als Community für ein alternatives Lifestyle-Gefühl, bei dem keinesfalls eine einizige Musikszene im Vordergrund steht. Stattdessen gibt es exhibitionistische Fotos schriller Persönlichkeiten, deren Ästhetik eine Mischung aus Subkulturen wie Burlesque, Pin-up-Flair, Punkrock, Goth und Rockabilly ist.

Gesellschaftlicher Selbstmord

Mit über einer Million Besuchern pro Woche und über 300 000 registrierten "Suicide Girls" aus der ganzen Welt entwickelte sich das schräge Kunstprojekt vor allem in den USA zu einem riesigen Überraschungserfolg. Der Name des Portals stammt aus einem Roman von Palahnuik. "Suicide Girls" verkörpert die Grenzüberschreitung moralischer Normen, was nach Auffassung des Autors einem gesellschaftlichen Selbstmord gleichkommt. In der Community ist der Name Programm und so können interessierte Mitglieder für ein paar Dollar im Monat massenweise selbstmörderische Shots bestaunen.

Irgendwo zwischen Light-Entertainment mit Punkrock-Attitüde und schierer Fleischbeschau sind die "Suicide Girls" mittlerweile vor allem für eine vorwiegend männliche Zielgruppe zu einer gut vermarktbaren Marke avanciert. So gibt es neben der boomenden Website mittlerweile ein Magazin, Bilderbuch, erotische Unterwäsche und sogar eine Burlesque-Show, mit der einige Mädchen durch ausnahmslos ausverkaufte Hallen in den USA tourten.

MAX Online hat die besten Bilder der Suicide Girls in einer Bildergalerie zusammengestellt.

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