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Erotik: Sex-Unfälle

"Ich war mit vollem Eifer bei der Sache, als es plötzlich pfffffttt! machte, als ob ich mit dem Fahrrad über eine Dose gefahren wäre. Um mich herum war alles rot, der kleine Dieter wurde blau und schwarz. Innerhalb von Minuten sah er aus wie ein toter Aal." Diese Worte stammen von Deutschlands berühmtem Pop-Produzenten Dieter Bohlen und beschreiben einen Vorgang peinlichster Bettkultur: den Penisbruch.

Von Julian Rohrer

Wer nun schallend ins nervös vibrierende Fäustchen lachen will, sei vorgewarnt: Penisbruch kann jedem passieren, nicht nur Bett-Extrem-Sportlern. Zumindest laut dem jüngst erschienenen Buch "Ich hab mich versehentlich auf den Staubsauger gesetzt - Aberwitzige Sex-Unfälle". Auf 200 Seiten beschreibt die Nachwuchsjournalistin Laila Kühle darin, was beim Bettsport alles passieren kann. Und gibt den Rat, schleunigst den Arzt aufsuchen, wenn der Penis "plötzlich unter Schmerzen anschwillt, sich dunkelrot einfärbt und die typische S-Form annimmt". Die Scham, so etwas nicht behandeln zu lassen, führte schon zu Totalamputationen. Also: Aufgepasst!

"Wie kam noch mal die Rübe in den Hintern?"

Man möchte fast meinen, die Philosophiestudentin Kühle möchte mit dem Buch eine wichtige Nachricht an all jene mit der Neigung zu unsinnigen und unter Umständen brandgefährlichen Ideen senden: Was auch immer passiert, wie schlimm es auch immer aussehen mag (und bei Gott, es kann sehr schlimm aussehen!) und wie peinlich der Gang zum Arzt auch sein mag, keine falsche Scham! Es könnten ja immer noch Ausreden wie in diesem Fall herhalten: "Als ich von der Toilette kam, bin ich auf unserem glatten Fußboden in der Küche ausgerutscht. Dummerweise bin ich mit dem Hintern in unserem Gemüsekorb gelandet. Und so ist wohl diese Karotte in meinem Hintern gelandet." Ah ja...

Freude bis zum Tod

Dass es beizeiten ganz schön bizarr und eklig werden kann, zeigen die Geschichten in denen... Moment! Bitte, falls Sie ein sanftes Gemüt haben: Wechseln Sie zu unserem WM Special. Alle anderen aufgepasst. Also: Richtig eklig wird es, wenn sich experimentierfreudige Männer zur Stimulation Kleingetier in die Körperöffnungen stecken. Noch schlimmer wird es, wenn sich eingeführte Kleinlebewesen in der Blase festsetzen und verpuppen. Gibt's nicht? Gibt's doch! Beim Thema Selbststrangulation werden die Erzählungen des Buchs noch dramatischer. Und doch reißt den Leser die Neugier auf diese menschlichen Abgründe mit.

Das Buch ist flott geschrieben und verlangt nicht viel vom Leser, außer einem hohen Maß an Schockresistenz. Erschienen bei "mvg-Verlag" für 12,90 Euro.

Eine der grenzwertigen Geschichten lesen Sie in unserer Bildergalerie.

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