Schönheits-OPs: Brust
Dieser kosmetische Eingriff ist beliebt und umstritten zugleich. Kandidatinnen für einen solchen Eingriff sollten mindestens 18 bis 20 Jahre alt sein. Bei jüngeren Frauen ist die Brust noch nicht vollständig entwickelt
Brustvergrößerung
Mit einem knapp vier Zentimeter langen Hautschnitt an Achselhöhle, Brustwarze oder der natürlichen Hautfalte der Brust bringt der Arzt das Implantat an die richtige Stelle. Kissenhüllen mit angerauter Oberfläche helfen Gewebsverhärtungen zu vermeiden - die häufigste Komplikation.
Eine Alternative zum "großen" Schnitt bieten Ventil-Implantate. Ein zusammengefaltetes Kissen wird unter das Gewebe geschoben, wobei nur eine kleine Öffnung nötig ist. Während es anschließend aufgefüllt wird (meist mit Kochsalz), sind Asymmetrien am besten auszugleichen.
Das Implantat kann unter den großen Brustmuskel oder darüber platziert werden. Das hängt auch von der Größe der Veränderung ab.
Material
Silikon, kommt vom Tastgefühl der natürlichen Brust am nächsten. Schauermärchen wie das Auslaufen des Gels sind dank doppelwandiger Hüllen und Verwendung eines Kohärsivgels fast unmöglich. Das Kissen erschwert aber die Krebsvorsorge, denn das Gel lässt keine Röntgenstrahlen passieren. Haltbar 10 bis 15 Jahre.
Kochsalz, absolut risikofrei. Falls das Implantat reißen sollte, nimmt der Körper die Salzlösung einfach auf - ohne Nebenwirkungen. Nachteil: ein weniger natürliches Tastgefühl, das Volumen kann abnehmen, glucksende Geräusche. Auch hier ist die Krebsvorsorge erschwert. Haltbar 8 bis 10 Jahre.
Kosten: zwischen zwischen 4500 bis 7500
Risiko: Nachblutungen, Infektionen, asymmetrische Brustform, Gewebsverhärtung, Nachoperation bei knapp einem Drittel der Patientinnen innerhalb der ersten sechs Jahre.
Bruststraffung
Schwangerschaften, Diäten oder einfach das Alter setzen dem Bindegewebe zu. Folgt der Busen der Schwerkraft, bringt ihn eine Operation wieder in eine ansehlich Form. Da ebenfalls mittels kleiner Schnitte Haut entfernt wird, entstehen kleine Narben.
Methode
Eine Straffung hebt die Brust insgesamt an. Beseitigt wird die überschüssige Haut rund um die Brustwarze. Keine Entfernung des Drüsengewebes. Später bleibt eine unauffällige Narbe rund um den Warzenhof. Nur geeignet bei kleinem Hautüberschuss.
Entfernt der Arzt gleichzeitig mehr als 400 Gramm Drüsen- und Fettgewebe handelt es sich um eine Brustverkleinerung. Mit etwas Verhandlungsgeschick und einem Attest vom Orthopäden oder Psychotherapeuten beteiligt sich die Krankenkasse.
Kosten: zwischen 3500 und 7000
Brustverkleinerungen auf Krankenschein sind möglich, wenn alleine die Operation zur Beschwerdefreiheit verhilft - bei seelischen Qualen oder Haltungsschäden
Risiko: Nachblutungen, Infektionen, asymmetrische Brustform
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