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Klick-Beziehungen: Fantastisch

Von wegen prüde: Die Deutschen lieben gerne beim Casual-Dating. Von erotischen Fantasien im Netz und was aktuelle Studien über das Liebesleben verraten.

Im Netz fallen alle Tabus. Klar. Nie war es so einfach zunächst unerkannt auf die Pirsch zu gehen - nach lockeren Freundschaften, festen Beziehungen, aber auch prickelnden Seitensprüngen. Casual-Dating nennt sich der Trend, der schon vor vier Jahren sein Coming-Out feierte. 2011 ist er nach wie vor ungebrochen und die charmante Umschreibung für's unkomplizierte Treffen zum Sex. Die Angebote im Internet boomen.

Offene Geheimnisse

Wer die Erotik ohne feste Beziehung oder außerhalb seiner Partnerschaft sucht, braucht im Netz nur wenige Klicks zu den Casual-Dating-Portalen. Ganz neu in der Szene tummelt sich dort "Secret.de", das besonders Frauen dazu einlädt erotischen Fantasien auszuleben. Diskretion ist dabei oberstes Gebot und jeder entscheidet selbst, wann die Maske fallen gelassen wird. "Nach Angabe der persönlichen Vorlieben werden passende Partner ermittelt. Das garantiert mir, dass ich bei Secret wirklich nur auf die Partner treffe, die zu mir passen", erklärt Martina Bruder, CEO von Friendscout24. Gelegenheitssex gibt es beispielsweise auch bei "C-Date.de", "Joyclub.de", "Ellvira.de", "Firstaffair.de" oder "Flirtfair.de".

Dass die Deutschen in Sachen sexueller Fantasie viel weniger prüde sind als ihr Ruf, enthüllte die "Europäische C-Date Studie 2011 - Casual Dating, Sex und Beziehungen", die das Hamburger Marktforschungsinstitut Trend Research für "C-Date.de" durchführte. Engländer und Schweden halten sich anscheinend eher zurück ihre erotischen Vorlieben zu leben. Franzosen, Italiener und Spanier müssen sich den Deutschen ebenfalls geschlagen geben: 77 Prozent gaben an, ihre sexuellen Fantasien auch Realität werden zu lassen.

Geheime Orte

Trotz aller Offenheit, die in Liebesdingen und Erotik inzwischen herrscht, schätzen die Menschen am Online-Dating vor allem die Anonymität. Denn gerade Frauen werden schnell in eine Schublade gesteckt, findet Linda Andreska. "Lebt man als Frau sein Interesse an sexuellen Kontakten zum Beispiel offen in einer Bar aus, wird man schnell als Nutte abgestempelt", erklärt die Schweizer Sexualmedizinerin auf "20min.ch". "Frauen bandeln deshalb lieber erst im geschützten Raum des Internets an, wo sie jederzeit wieder aussteigen können."

Strikt getrennt wird beim Casual-Dating eigentlich Sex und Liebe. Doch eine Friendscout24-Studie fand heraus, dass sich 65 Prozent der Deutschen vorstellen können aus einmaligem Sex etwas Festes werden zu lassen. Tatsächlich wird bei einem Viertel der deutschen Liebeshungrigen "mehr aus einem One-Night-Stand - der europäische Durchschnitt kommt sogar auf 46 Prozent" (Studie Trend Research for C-Date 2010). Das zeigt, Gelegenheit macht auch mal Liebe.


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