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Präsidenten-Hunde: Wau-Effekt

Endlich ist es soweit: US-Präsident Barack Obama löst das wichtigste Wahlversprechen ein und schenkt seinen Kindern einen Hund. Das Tier ist das neueste Mitglied auf der historischen Vierbeiner-Liste im Weißen Haus.

Von Andreas Buchmann

Barack Obama stolpert. Kurz scheint es, als würde er fallen. Dann berappelt er sich und macht weiter. Dramatisch, was sich hier abspielt. Doch es ist weder die Weltwirtschaftskrise noch ein störrisches US-Parlament, das dem Präsidenten so übel mitspielt. Was den mächtigsten Mann der Welt ins Straucheln gebracht hat, trägt den Namen Bo.

Flokati-Fellbündel

Bo ist ein Portugiesischer Wasserhund und es ist gut, dass Obama ihn hat. Denn ohne ihn hätte wohl ein Großteil der Menschheit niemals erfahren, dass es diese Rasse überhaupt gibt.

Beim ersten Anblick sieht der Hund aus wie ein kompaktes Flokati-Fellbündel auf schwarz-weißen Pfoten. Doch der Flauschi wurde von keinem geringeren als Senator Ted Kennedy empfohlen. Der besitzt selbst zwei Wasserhunde und außerdem: Wer will in den Staaten einem Kennedy etwas abschlagen? Ganz nebenbei ist der Vierbeiner auch gut für die Gesundheit: Obamas ältere Tochter Malia leidet an einer Hundehaar-Allergie, doch Wasserhunde sind nicht schleimhautreizend.

Ein Hund, viele Sympathiepunkte

Bo ist der bisher letzte Teil einer langen Liste von bellenden Mitbewohnern im Oval Office. Die beschäftigen schon mal wartende Gäste und haben einen netten Nebeneffekt: US-Wähler mögen Hunde und diese erhöhen die Sympathiewerte der aufrecht gehenden Besitzer.

Doch auch die Präsidenten sind vernarrt in ihre Begleiter mit der feuchten Schnauze. Obama-Vorgänger George W. Bush widmete seinem Scotch-Terrier Barney zum Beispiel gleich eine eigene Internetseite.

Gemeinsames Singen

Lyndon B. Johnson soll mit seinem Hund sogar zusammen gesungen haben. Der Begriff "Gejohle" verbietet sich wohl bei einem US-Präsidenten. Aufnahmen von den Jaul-Sessions existieren leider nicht.

Kurz aus der Reihe tanzte Anfang der 90er-Jahre Bill Clinton. Er brachte zum Einzug zwar auch einen Vierbeiner mit, doch der machte "Miau" und hörte auf den Namen "Socks". Erst später legte er sich den Labrador "Buddy" zu. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, Clinton wollte nach der Sex-Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky durch das Tier seine verlorene Beliebtheit wieder herstellen.

Barney, Buddy und Bo sind längst nicht die einzigen Hunde im Weißen Haus. Weitere Exemplare zeigt unsere Bildergalerie.

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