Freestyle Motocross: Ab durch die Lüfte!
Für die Freestyle Motorcrosser geht es in der "Night of the Jumps" hoch hinaus. Mit MAX Online sprachen Freddy Peters und Fabian Bauersachs über die WM, ihre Vorbilder und was Frauen von ihrem Sport halten.
Von Kerstin Kotlar
Die Hände fest an den Griffen, die Helme über den Kopf gezogen und der Tank gefüllt: Zwölf Freestyler stehen in den Startlöchern, lassen im Kampf um den Weltmeistertitel im Freestyle Motocross (FMX) die Motoren aufheulen. Dieses Jahr feiert die "Night of the Jumps" in Berlin zehnjähriges Jubiläum. Zum fünften Mal wird während der "FIM Freestyle MX World Championships", wie die Wettkampfserie offiziell heißt, der Freestyle Motocross Weltmeister gekürt.
Die Richtung ist klar. Hoch in die Lüfte schießen die Sportler mit Backflip-Kombinationen, Cliffhangern und Tsunamis. Mit auf den heißen Öfen sitzen der Berliner Freddy Peters (Deutscher Meister) und der Coburger Fabian Bauersachs.
MAX Online: Was macht die besondere Stimmung der "Night of the Jumps" in Berlin aus?
Freddy Peters: Das Publikum in Berlin ist das Beste im ganzen Jahr und die Berliner pushen uns als Fahrer sehr! Das ist immer wieder ein geiles Feeling.
Fabian Bauersachs: Vor allem ist es der erste IFMXF Event im neuen Jahr, Wiedersehensfreude, jeder ist gespannt was der andere neu an den Start bringt.
Freddy Peters, Sie bringen ja eine neue Maschine an den Start. Was zeichnet Ihr Bike aus?
Peters: Die Yamaha ist jetzt ein Viertakter mit 450 Kubik und enorm viel Power! Allerdings bin ich erst ein paar Mal mit der neuen Maschine gesprungen und konnte mich noch nicht dran gewöhnen. Trotzdem hoffe ich, bei der WM unter die besten Acht zu kommen.
Wie schätzen Sie das diesjährige Trickniveau ein?
Peters: Da es von Jahr zu Jahr härter wird, denke ich, dass die "Night of the Jumps" ein echter Knaller wird und das Trickniveau so hoch wie nie zuvor sein wird!
Wie steht es um Ihre Ziele, Herr Bauersachs?
Bauersachs: Ich mache mir in erster Linie keinen Druck und möchte einfach nach meinem Motto "Sauber, Stylish, Big und Verletzungsfrei" unterwegs sein.
Klingt recht entspannt.
Bauersachs: Ja, ich halte mich da an mein Vorbild Nate Adams - technisch sauber und nicht ganz so "verrückt" wie manch andere.
Und Ihre Vorbilder, Herr Peters?
Peters: Das sind Travis Pastrana und Drake McElroy.
Besondere Vorbildfunktion wird Ihnen Ihre Mutter wahrscheinlich nicht attestieren?
Bauersachs: Es ist sicher nicht einfach, für meine Mutter oder Freundin und darum bin ich ja so froh, dass sie dennoch alle hinter mir stehen und mich unterstützen wo es nur geht. Meine Mutter schaut sich mein Treiben allerdings lieber auf dem Fernseher an.
Peters: Anschauen kann meine Mutter es sich nicht. Trotzdem findet sie es toll, was ich mache.
Gilt das auch für andere Frauen?
Peters: Frauen finden es cool und abstoßend zugleich. Einerseits ist der FMX-Sport ein Lifestyle, andererseits auch gefährlich und somit für manche Frauen eher abschreckend.
Bauersachs: Ja, ist man mit einem dieser "Typen" liiert, dann kann es schnell auch anstrengend und schwierig werden. Aber was ist schon einfach auf dieser Welt!?
Die beiden deutschen Freestyler treten an gegen FMX-Helden wie Remi Bizouard (Frankreich), Libor Podmol (Tschechien), Jose Miralles (Spanien), Brody Wilson (USA), Alistir Sayer (Botswana), Massimo Bianconcini (Italien), Rob Adelberg (Australien).
Die spektakulären Sprünge der Freestyler sehen Sie in der Bildergalerie!
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Leser-Kommentare (1)
Super Show!
FMX ist wirklich eine Super Show für die die Fahrer Topfit sein müssen... aber das "normale" Moto Cross ist auch nicht schlecht. In Deutschland haben wir hier auch 2 Titelanwärter auf die Weltmeisterschaft in der MX 1 und MX 2 ... die sind sogar öfter in Deutschald bei den ADAC MX Masters www.adac-mx-masters.de zu sehen... die internationale Deutsche Meisterschaft findet 2010 noch 7 Mal statt.





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