Frauen-Erotik: "H Bomb" und "Playgirl TV"
Genauso sehen das auch die Elite-Studenten der Universität Harvard, die mit ihrem Erotik-Magazin H Bomb im vergangenen Jahr für ein mittleres Erdbeben in den prüden USA sorgten. Kunstvolle, explizite Aktfotos von und mit Studenten, Sexaufklärung und saftige Kurzgeschichten für "Hot Minds & Brilliant Bodies" so das Editorial sollen für eine intelligente Erotisierung des studentischen Alltags sorgen. Die Erfinder und Chefs von H Bomb: zwei Frauen. Wann immer Frauen sich mit Pornografie beschäftigen, bedeutet dies offensichtlich eine Qualitätsoffensive in einem Markt, dessen Niveau lange scheinbar naturgemäß unter der Gürtellinie dümpelte: Die Hefte waren am ersten Tag ausverkauft. Jetzt warten alle auf die Winter-Ausgabe.
Offenbar läuft das Geschäft auch bei Playgirl TV so gut an, dass der Sender schon jetzt den europäischen Markt anpeilt. Auf der TV-Programm-Messe MipCom in Cannes nahm Kelly Holland
bereits Kontakt mit Bernhard Müller von der schweizerischen Erotic Media AG auf. Der größte Lizenzhändler für Erotikfilme in Europa beliefert zusammen mit Beate Uhse das Sex-Programm des Pay-TV-Senders Premiere. Wird Playgirl TV bald schon in Deutschland laufen? "Mal schauen", meint Müller. "Ich sehe auf jeden Fall Potenzial bei den Frauen." Gerade sichtet er das Anschauungsmaterial aus den USA. "Allerdings weiß ich nicht genau, ob Erotikfilme von Frauen für Frauen wirklich anders aussehen", gibt er zu.
Und ob meinen unisono alle Damen, die sich intensiver mit dem Thema auseinander setzen und beklagen, dass Frauenpornos immer noch ein Mauerblümchen-Dasein fristen: Es gibt kaum welche, und noch schwieriger ist ihr Erwerb. In den Videotheken und gängigen Sex-Shops wird frau jedenfalls selten fündig billig gedrehte, vulgäre, männliche Dominanz-Fantasien beherrschen den Markt. Und ein gängiges Urteil lautet: Es werden doch schon alle Sex-Spielarten gezeigt, also sollen sich die geneigten Frauen daran bedienen!
"Der alte Witz, dass Frauen einen Porno nur deswegen schauen, weil sie hoffen, dass am Ende geheiratet wird, hat immer noch Konjunktur", sagt Kulturwissenschaftlerin Corinna Rückert, die vor vier Jahren mit einer Arbeit über Frauenpornografie promoviert wurde. "Ich schätze, dass 40 Prozent der Frauen Pornos konsumieren würden, wenn denn das Angebot stimmen würde. Doch allein das schmierige Ambiente in Sex-Shops und Videotheken und die diskriminierenden Titel schrecken ab." Ihr gerade erschienenes Buch "Die neue Lust der Frauen Vom entspannten Umgang mit der Pornographie" (Rowohlt-Verlag, 208 S., 9,90 Euro) gibt neben einer intelligenten Einführung ins Thema eigenhändig getestete Film-Tipps, die oft nur in speziellen Frauen-Erotik-Shops angeboten werden. Ihr persönlicher Favorit: "Der Duft der Liebe" von Puaka-Video.
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Leser-Kommentare (15)
Verführerische Liebe
Sie kam und wollte mit mir schlafen: nachdem ich nackt war , nahm sie meine Kleider und verschwand: dann kam sie mit einem Jungen zurück, der mich festhielt und sie fickte mich dann





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