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H Bomb Magazine So sehen die sexuellen Fantasien von Elite-Studenten der amerikanischen Harvard-Universität aus: Foto aus dem 
viel diskutierten Magazin H Bomb, das von Frauen gemacht wird

 

Frauen-Erotik: Ein  wahrer  Liebesdienst

In den USA macht seit dem vergangenen Sommer ein Pay-per-View-Kanal namens Playgirl TV von sich reden, der sich ebenso direkt an weibliche Zuschauer richtet. Stimulierende Filme und gar erotische Seifenopern werden hier der zahlungswilligen Frau angeboten. Sender-Chefin Kelly Holland war unter dem Pseudonym Tony English eine der ersten Regisseurinnen im Pornogeschäft überhaupt. Sie weiß, dass Frauen vom klassischen Porno eher abgetörnt werden und mehr Wert legen auf Ästhetik und Inszenierung. Der Zeitung Die Welt sagte sie: "Frauen haben einen viel ausgeprägteren Sinn für Mode, sie verabscheuen es, wenn Darstellerinnen diese billigen Plateauschuhe tragen. Sie wollen schöne Unterwäsche sehen, Qualität wie Victoria's Secret oder noch besser Prada. Nichts, was nuttig oder trashig aussieht. Frauen projizieren sich in eine Umgebung hinein, in der sie sich selbst wiederfinden wollen."

Neben den mangelnden Vertriebsmöglichkeiten gibt es bei der Emanzipation des Frauenpornos einen zweiten Hemmschuh: Sie sind teurer in der Produktion. Während die rund 800 Fastfood-Pornos, die jeden Monat auf den Markt kommen, für 5000 bis 10 000 Euro gedreht werden, sind Qualitätsproduktionen kaum unter 100 000 Euro zu machen. Wenn ein Film dann 30 000 Euro einspielt, gilt das schon als titanischer Erfolg. Ein Lied, das auch Nicolas Barbano, Creative Producer bei den dänischen Pionieren "Puzzy Power", die sich gerade in "Innocent Pictures" umbenannt haben, singen kann: "Wir verlieren viel Geld mit diesen Filmen, weil wir sehr viel Aufwand betreiben. Unsere Arbeit ist eben ein wahrer Liebesdienst."

Während verfilmte Frauen-Erotik also noch ein Subventionsgeschäft ist, sind die Frauen im Sex-Spielzeug- und Wäschemarkt in diesem Jahr zum Wachstumstreiber geworden. Als musterhafter Markt gilt dabei die Schweiz: Sowohl Libosan, einer der größten Sexwaren-Anbieter in der Schweiz, als auch Beate Uhse jubeln dort über satte Umsatzsprünge. Jan Brönnimann, Marketingleiter bei Beate Uhse: "In den letzten zwei Jahren konnten wir unsere Umsätze bei den Love Toys um 30 Prozent steigern – dank der Frauen, deren Anteil an unserer Kundschaft sich auf 50 Prozent verdoppelt hat." Die Schweizer Damen hätten anders als in Rest-Europa mit den klassischen Beate-Uhse-Shops wohl auch deswegen weniger Berührungsängste, weil die Alpenland-Filialen auf die schmuddeligen Videokabinen verzichten.

Die Gründerinnen des Rapperswiler Frauen-Erotik-Ladens "Femintim" sind sich dennoch sicher, dass die meisten Damen noch lieber in geschützten Räumen auf erotische Entdeckungsreisen gehen. Ihre "Fuckerware"-Partys daheim sind eine Mischung aus Sektabend und Avon-Beratung – nur dass statt Plastikgeschirr und Lippenstiften Liebesspielzeug und Wäsche feilgeboten wird. "Wir Frauen sind eben eine anspruchsvolle Zielgruppe im Erotikgeschäft", sagen sie. "Nur beim Simulieren von Lust müssen wir geringeren Aufwand betreiben als Männer."

Silke Bender


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Leser-Kommentare (15)
icke (19.07.11 - 09:22)
Verführerische Liebe

Sie kam und wollte mit mir schlafen: nachdem ich nackt war , nahm sie meine Kleider und verschwand: dann kam sie mit einem Jungen zurück, der mich festhielt und sie fickte mich dann

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