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Fitness to Go: Sixpack  aus  der  Steckdose

Wer schön sein will, muss leiden. Wer wenig Zeit hat, noch mehr. EMS-Trainings versprechen den Traumkörper in Rekordzeit. Wer das durchzieht, muss tapfer sein. Ein Selbstversuch.

Von Laura Hertreiter

Kabelweste anziehen, Knöpfchen drücken, Muskeln kriegen. Der neuste Hype der Fitnessindustrie klingt zu schön um wahr zu sein. Ich mache den Selbsttest in einem kleinen Münchner Studio und werde gleich zu Beginn von Zweifeln am Komfort der Methode befallen: In nassen Sportklamotten und einer verkabelten Elektrodenweste warte ich darauf, dass ein immerzu smart lächelnder Trainer-Typ "Kevin" Strom in meine Muskeln jagt.

An Flucht ist nicht mehr zu denken: Das Stromkabel, das von der Weste baumelt, fesselt mich an eine Steckdose. Besser gesagt, an eine hüfthohe Säule mit Reglern und Knöpfen, welcher sich der Trainer bedrohlich nähert. "Startklar?" fragt er. Lächelnd. Ich schlucke. Na gut. Schließlich will ich herausfinden, was es mit der neuen Trainingsmethode auf sich hat, die rasend schnell Kilos schmelzen und Muskeln wachsen lassen soll.

Elektrodenweste und nasse Sportkleidung

Neu ist EMS nicht. In Medizin und Rehabilitation setzt man seit Langem auf die Methode - als Therapiemöglichkeit bei muskulären Beschwerden. Hier ist die Wirksamkeit durch umfangreiche Studien belegt. Mit solchen brüsten sich auch die EMS-Sportstudios. Allerdings sind die oft mit Vorsicht zu genießen. Eine gern zitierte Studie der Universtität Bayreuth etwa belegt eine Verbesserung der Kraftausdauer von rund 70 Prozent der Probanden nach zwölf EMS-Trainingseinheiten, eine Steigerung der Maximalkraft bei zwölf Prozent. Allerdings wurden lediglich 134 Teilnehmer erhoben, 102 Frauen und wenig repräsentative 32 Männer.

Das Elektrozaun-Gefühl

Dieses dicke Plus, das kaum eine Sportart unplugged vorweisen kann, scheint tatsächlich viele Couchpotatoes oder Sportler in Zeitnot anzusprechen. In München findet man kleine Studios von EMS-Ketten wie "Bodystreet", "Miha Bodytec" oder "EMS Fitness" inzwischen an jeder Ecke. Auch immer mehr konventionelle Muckibuden bieten an, den Körper mit Strom zu stählen. Über 10 000 Kunden investieren momentan allein bei "Bodystreet" in den Traumkörper aus der Steckdose - Tendenz stark steigend: Jeden Monat werden es nach eigenen Angaben 600 mehr. Rund 50 neue "Bodystreet"-Studios werden bis zum Ende des Jahres bundesweit eröffnen.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wie es unserer Reporterin beim Training weiter ergeht.

Mehr vom Training und den Geräten sehen Sie in unserer Bildergalerie.


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vor
PASSENDES IM NETZ
Leser-Kommentare (4)
HH (03.12.11 - 15:10)

Wäre schön für das EMS Training wenn es so positiv wirken würde wie dieser Artikel.

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