Ess-Kultur: Guten (?) Appetit!
Normalerweise zwingen sich nur B-Promis im Dschungelcamp Würmer, Spinnen oder sonstige seltsamen Delikatessen zu essen. Doch überall auf der Welt wandern ähnliche Dinge täglich durch die Multikulti-Gaumen. Freiwillig und mit Genuss. Eine Auswahl der exotischsten Essgewohnheiten.
Von Andrea Ege
Chinesen ergötzen sich gerne an gekochten Hundepfoten. In Malawi stehen Ratten auf dem Speiseplan. Relativ easy zubereitet: einfach im heißen Wasser gekocht. In Thailand wurde der 36-jährige Somsak Inta durch seine Essgewohnheiten berühmt. Seit seinem 16. Lebensjahr verschlingt er regelmäßig Eidechsen. Am Stück. Und roh. Aus Überzeugung, dass sie ihm gesundheitlich mehr helfen als jede Art von Medizin und gut für seine Libido sind.
Kein schlechter Grund, vor allem für Männer. Kein Wunder, dass sie - auch in Thailand - mit noch einem fragwürdigen Genuss versuchen, ihre sexuelle Potenz zu erhöhen: einem Drink aus fermentiertem Wein, in dem ein Skorpion schwimmt.
Muttermilch-Käse
Doch nicht nur in Asien verzieren exotische Delikatessen die Teller. Auch in den USA gibt es die eine oder andere Abwechslung zum geliebten Hamburger. Zum Beispiel in New York. Dort sammelte ein Mann namens Daniel Angerer nach der Geburt seines Kindes die Muttermilch seiner Frau - und bereitete daraus Käse.
In Kolumbien fällt jedes Jahr im April in der Provinz Santander der Startschuss für die große Ameisenjagd. Eine ganz bestimmte Art namens Atta Laevigata fingern die Menschen aus dem Boden, um sich an ihnen zu laben. Als Soßenzugabe oder in vielfältiger anderer fragwürdig kulinarischer Form. Ach ja, und gleich um die Ecke, in Peru, werden ganz gerne gehäutete Frösche püriert und als Drink serviert. Na dann, guten Appetit!
Was sich sonst noch so auf den Tellern rund um die Welt tummelt, sehen Sie hier.
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