Dschungelcamp: Bitte nicht anrufen!
Ziel: Dschungelkönig! Warum sollte sich jemand zwei Wochen Regen unter Palmen mit gelegentlichem Insektenbad antun, wenn er nicht gewinnn will? Offenbar Vincent - und manchmal auch Ailton. Vincent hofft, rausgewählt zu werden.
Von Martin Haldenmair
Vergangenen Freitag begann das Zuschauervoting im Dschungelcamp. Daniel erwischte es als erstes - es hatte eh kaum einer mitbekommen, dass er da war. Ramona, die eiserne Campmutter, wurde als nächstes und vielen Krokodilstränen verabschiedet. Davor hatte Martin freiwillig am Dschungeltelefon den berühmten Satz "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" abgegeben. Nun, am Montag, sind es nur noch acht.
Darunter auch Vincent, der Rabenvater. Sehr zu seinem Leidwesen. Den Magier Vincent möchte zurück zu seinen Raben. Nun ist der Fernsehdschungel kein Gefängnis. Ein Anruf am Dschungeltelefon und dort ein einziger Satz (bei dem das Wort "Star" eine etwas breite Auslegung erfährt) würde genügen und Vincent fände sich durch magische Hand ins Hotel Palazzo Versace versetzt. Und hätte wohl in der nächsten Minute schon einen Reporter der Bild vor der Zimmertür. Aufs Telefonieren aber verzichtet der Magier. Stattdessen hofft er auf Unterstützung seiner Fans. Die müssen nur eines tun: nicht für ihn anrufen. Erhält er die wenigsten Anrufe, muss (darf) er den Dschungel verlassen. Wer rausgewählt wird - und das ist der Knackpunkt - erhält eine höhere Gage als der, der das Handtuch wirft. Wer zu einem gut gefüllten Bankkonto zurückzukehren will, muss rausgewählt oder Dschungelkönig werden.
Doch das Schicksal meint es böse mit Vincent, denn es kommen immer genug Anrufe rein, dass er im Dschungel bleiben darf (muss) und weiter im Rennen um den Titel des Dschungelkönigs bleibt. Und so versucht er weiter, sich die Gunst der Zuschauer zu verscherzen. Brummelt nur, blickt kaum in die Kamera und bittet alle Zuschauer, ihn in Ruhe ziehen zu lassen, während sich die anderen Kandidaten immer neue Nummern einfallen lassen, um für sich zu werben. Das ist auf magische Art und Weise geradezu unterhaltsam. Vincent erlebt täglich seine Dschungelprüfung. Überschüttet wird er nicht mit Maden oder Schlamm - sondern mit Anrufen. Der Dschungel ist eben grausam.
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Leser-Kommentare (1)
Überlebenkunst
Wer mit einem statt Messer oder Axt, im Dschungel besser zurecht kommt, werden wir dann im Fernsehen sehen =)
BEITRAG SCHREIBEN
Am Samstag wird der Dschungelkönig gekürt. Wer ist Ihr Favorit?





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