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Homeshopping de Luxe: Zentrum  der  Macht

Ob sich die Shows nun um Yachten, Pferde, Kosmetik oder Reisen drehen - gesendet werden sie alle mitten aus Dubais Media City

Diese Freihandelszone für Fernsehsender, in der die Unternehmer keine Steuern zahlen müssen, ist die Heimat von Citruss TV. Genauer gesagt: ein nüchterner vierstöckiger Bau aus Beton und Glas, der dem Sportsender TAJ gehört. Im zweiten Stock hat sich Trüschler eingemietet. Von seinem runden und völlig verglasten Büro aus sieht er auf ein Hochhaus, das noch eine Baustelle ist.

In der Nachbarschaft sitzen CNN, CNBC Arabia, MBC und Reuters, auf fast allen Dächern peilen übergroße Satellitenschüsseln irgendwelche Punkte im All an. Michael Trüschler ärgert sich ein bisschen, dass er wegen des Neubaus gegen­über nicht mehr zum Persischen Golf blicken kann. Sonst geht es ihm blendend. Schon anderthalb Jahre nach Sendestart schreibt er schwarze Zahlen. Der Jahresumsatz beträgt sieben Millionen Dollar - nicht schlecht für ein so junges Unternehmen.

Luxus zieht am Golf. In der Region gibt es mehr als genug reiche Leute, die mit Öl und Immobilienhandel unbeschreiblich viel verdient haben. "Hier werden immense Gewinne erzielt, natürlich auch deshalb, weil die ausländischen Arbeitskräfte fast nichts kosten", sagt Trüschler. Und dann nennt der Diplom-Betriebswirt noch einen finanziellen Grund, warum er nicht auch, wie in Europa, Billigprodukte via Satellit zu verkaufen versucht: "Bei Ware, die billiger als 100 Dollar ist, lohnt es sich doch kaum, sie zu verschicken. Der Versand kostet ja fast 30 Dollar. Das liegt erstens an den großen Distanzen in Nahost und zweitens daran, dass es keine Straßen-namen und Hausnummern gibt. Auf dem Paket steht daher immer die Telefonnummer. Der Bote ruft bei jedem Kunden an und lässt sich den Weg beschreiben. Das ist teuer."


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