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dapd/ ddp Mini inspired by Goodwood

 

Goodwood-Mini: Mini  Rolls

Minis sind spritzige, kleine Autos mit englisch angehauchtem Design an der Außenseite und BMW-Technik unter der Haube. Selbes Prinzip, aber eine ganze Luxusklasse höher gilt bei der limitierten Edition "Inspired by Goodwood"

Von Martin Haldenmair

"Schöne Dinge sind klein", sagt Jade Jagger. Sie meint damit, ihren Schmuck, ihre Juwelen. Und das limitierte Mini-Model, das sie auf seiner Deutschlandpremiere in München am 12. Juli 2011 präsentiert. Dass der neue Mini "Inspired by Goodwood" schön und edel ist, bekommen die Besucher der Show zur Enthüllung des Autos so oft zu hören, dass man fast vergessen möchte, sich selbst Gedanken dazu zu machen. Die Show ist auf jeden Fall schön und edel: In einer dunklen Halle steht ein schwarzes Podest. Darauf ein großer schwarzer Quader, der sich unter Fanfaren- und Trommelklängen langsam öffnet. Darin ein kleines, schwarzes Auto. Um das soll es ja schließlich gehen. Ein Luxus Mini, zu haben für 47 000 Euro, limitiert auf 1000 Stück.

Im Grunde handelt es sich bei dieser Serie um eine Material- und Farbmodifizierung. Die Karosserie ist die eines Cooper S. Statt der typischen Cooper-S-Haube aber glänzt auf diesem Mini eine, die auf Lüftungsaussparungen verzichtet, um an das ruhige, gediegenere Design eines Rolls Royce zu erinnern. Unter der Haube sitzt ein 184 PS starker Vierzylinder-Motor mit Twin-Scroll- Turbolader, das dem Gefährt wieder Spritzigkeit verleiht. Die Außenlackierung ist direkt von Rolls Royce übernommen: Es handelt sich um den für diese Marke entwickelten Farbton Diamond Black metallic. Große Leichtmetallfelgen (17 Zoll) geben dem Kleinen das Aussehen eines etwas bulligem Kraftklotzes, aber - gerne zugegeben - eines Kraftklotzes mit Stil.

Das Interieur versucht einen Gegenakzent zu setzen und ist daher in hellem beige gehalten: Sitze aus Leder, Himmel aus Kaschmir und Fußmatten aus Lambswool. Hier ist das Design nicht ganz so gut gelungen, denn die Farbe schreit nicht gerade nach exklusivem Stil. Beim Abschluss zwischen Pedalraum und Türverkleidung prallen die Stile des Rolls und des Mini stark aufeinander. Ein Fest dagegen sind die Armaturen, bei der die Funktionalität des Mini mit der schlichten Schönheit des Royce vorblidlich verbunden wurde. Hier zahlen sich auch die hochwertigen Materialien aus: Das Walknappa-Leder macht das Lenkrad grifffest, die Hebel und Schalter rasten feinstufig ein.

Der Mini "Inspired by Goodwood" ist also sowohl funktionales Auto als auch Designstudie - wenn auch ein bisschen mehr vom Letzteren. Als Zielgruppe peilt Mini klar den Premiumkunden an, der den Edel-Mini als Zweit- oder Drittwagen verwenden möchte, um stilecht in eine schicke Großstadt einzulaufen. Die Designer können sich zwar vorstellen, die Idee weiterzuentwickeln und auch niedrigpreisigere Modelle in ähnlichem Stil zu entwickeln. Die Mini-Verkaufsleitung hat dafür allerdings bisher keine konkreten Pläne.

Mehr als tausend Stück wird es also nicht geben, aber den einen, den wir sehen konnten, können Sie in unserer Bildergalerie zum Mini "Inspired by Goodwood" genauer betrachten.

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