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Lamborghini Lamborghini Aventador

 

Lamborghini Aventador: Die  Porno-Karre  im  Test

Ein echter Kerl braucht keinen 700 PS-Lamborghini zum Angeben - aber er muss ihn unbedingt mal gefahren haben. MAX Online hat den wilden Stier mit den vielen Pferden bei den Hörnern gepackt.

Von Gerd Stegmaier

Schon die Optik fordert den ganzen Mann: Wenn er zugeben muss, dass er diese aggressive Angeber-Optik einfach geil findet. Denn Lamborghinis V12-Keil ist quasi ein fahrender Meter und sprengt die gängigen Vorstellungen von den Proportionen eines "Autos". Er ist beispielsweise nur 1,14 Meter hoch - Gisele Bündchens Beine sind zehn Zentimeter länger.

Dafür ist der Lambo mit 2,03 breiter als ein handelsübliches Doppelbett und streckt sein fieses Design auf die Länge eines Mercedes-Taxis. Die Farbgebung hingegen ist weit vom dezenten Elfenbein der Kraftdroschken entfernt.

Kopfnuss-Gefahr beim Einsteigen

Die Italiener bezeichnen es als Arancio Argos - die Aussprache bietet etwa so viel Potenzial zum Blamieren wie das Einsteigen: 1. Griff finden (unter der Aerodynamik-Kante, an einer Stelle, die andere Autos gar nicht haben), 2. Tür öffnen (nach oben und nach vorne wegdrehen), 3. Platz nehmen (Füße zuerst, aber Kopf einziehen und Po rechtzeitig fallen lassen, sonst gibt es eine Kopfnuss vom Dachholm).

Aber wer seinen Lambo kennt, kann bei der Beifahrerin punkten: Fürsorglich die schwer bedienbare Tür öffnen, schlaue Tipps beim Einsteigen geben und bewundernde Blicke auf ihre Beine werfen, die sie in die italienische Karosserie-Haute-Couture fädelt.

Das Geschoss schnurrt wie ein Kätzchen

Die Jet-Fighter-Sicherungsklappe vor dem Startknopf schnippt man besser ohne viel Aufhebens nach oben, ehe misstrauische Fragen die Prozedur unnötig hinauszögern - ein kurzer Druck und die 700 Pferde im Heck schnurren wie ein Kätzchen.

Idealerweise hat man so geparkt, dass man nicht rückwärts rangieren muss. Auf so was reagieren Schaltung und automatische Kupplung nämlich eher unwirsch, solange die Mechanik noch nicht Betriebstemperatur erreicht hat. Beherzt Gas geben und selbst an der Schaltwippe rechts ziehen macht den besten Eindruck.

Apropos Wippen: Das stellt sich auch bei den Insassen ein, wenn der Untergrund unfein onduliert ist, selbst die Kommunikation kriegt so was atemlos-ruckeliges. Also besser den Weg ohne Kopfsteinpflaster und schnell raus aus der Stadt.

In neun Sekunden auf 200 km/h

Sollte die Unterhaltung zwischenzeitlich unangenehme Themenbereich streifen - einfach den rechten Fuß aufs Bodenblech drücken. Da bleibt die Spucke weg und die Bedeutung behandelter Themen relativiert sich ebenso wie die bisherige Vorstellung von Beschleunigung und Geschwindigkeit: 0 bis 100 km/h 2,9 Sekunden, sechs Sekunden später sind 200 km/h erreicht.

Wer jetzt abrupt bremst, wähnt sich am Ende des Sicherungsseils nach 100 Meter freiem Fall aus der Steilwand. Man sollte vorher wissen, wem man das zumuten kann oder wer Gefahr läuft, sich das Frühstück aus dem Magen ziehen zu lassen.

Wer sich nicht sicher ist, ob der Beziehungspartner das mitmachen will, sollte die Mitfahrt als klärenden und unabdingbaren Tauglichkeitstest sehen. Denn wer einmal von den Brachialkräften des V12-Stiers angefixt ist, will nicht mehr davon lassen.

An der Tankstelle wird's teuer

Selbst wenn am Ende solcher Beschleunigungs- und Bremsorgien über 40 Liter Durchschnittsverbrauch auf dem Bordcomputer stehen. An der Tanke kommt dann wieder der Moment, wo Mann ganz stark sein muss.

PASSENDES IM NETZ
Leser-Kommentare (2)
Heina (16.11.12 - 21:52)
Lambo

..LAMBOS die Schönsten Autos der Welt ..schon IMMER..

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