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Drift-Gott Ken Block: Der  Beweis:  Männer  fahren  besser  Auto

Der Typ hat Feuer im Hintern und Benzin im Blut: Ken Block ist dank Youtube der bekannteste Auto-Rowdy der Erde. Dass er in echten Rallyes chancenlos ist, stört niemanden.

Von Oliver Völkl

Ken Block nennt sich selbst einen Hoonigan. Das ist wörtlich schwer zu übersetzen. Es bedeutet im Prinzip: Der Kalifornier brettert mit seinem Auto durch die Gegend wie eine angeschossene Wildsau - schnell, wendig und gefährlich.

Das kann er wie kein anderer, zumindest in viralen Inszenierungen. Dort schleudert die Nummer 43 mit unglaublicher Präzision durchs Bild. Wer von sich denkt, er könne Autofahren, hat noch kein Gymkhana-Video von Drift-Gott Block gesehen. Mittlerweile gibt es fünf dieser unterhaltsamen Werbeclips im Netz, jeder im zweistelligen Millionenbereich abgerufen, allein auf Youtube. Bei Gymkhana geht es darum, einen abgesteckten Parcours schnellstmöglich abzufahren, bei Block um grandiose Selbstvermarktung.

In seinem aktuellsten Kurzfilm heizt der 43-jährige Web-Star in seinem 650-PS-Ford unaufhaltsam und unbarmherzig durch San Francisco. Der Titel ist Programm: Ultimate Urban Playground. Für die zusammengeschnittenen 9:52 Minuten filmte Regisseur Ben Conrad vier Tage lang rasante Vollgas-Szenen. Dabei verheizte Block mehrere Reifensätze und sammelte mehr Fliegen an den Seitenscheiben als auf der Windschutzscheibe.

Während er im Netz längst Kultstatus genießt und dank unzähliger Sponsoren und eigener Bekleidungsfirma sehr gut von seinem Hobby leben kann, läuft es im echten Rallye-Sport trotz großem Talent noch nicht so wie geplant.

Seit 2007 startet Block auch in der Rallye-Weltmeisterschaft, zunächst in einem Subaru, seit 2010 in einem Ford. Allerdings mit eher bescheidenen Erfolgen: Mehr als ein achter Rang ist noch nicht für den US-Showman herausgesprungen. Dafür blamierte er sich zum Beispiel bei der Rally Portugal 2011, als er sich beim Shake Down (in etwa vergleichbar mit dem Warm-up in der Formel 1) überschlug und am eigentlichen Rennen nicht mehr teilnehmen konnte. "Es war der größte Crash meines Lebens", gestand Block. Auch bei drei Teilnahmen 2012 sammelte er insgesamt nur vier Pünktchen.

Das wird seine Fans nicht sonderlich jucken, solange der PS-Berserker irgendwann Gymkhana 6 ins Netz stellt. Für sie ist und bleibt der verrückte Drift-Gott der beste Autofahrer unter der Sonne. Ein echter Hoonigan eben.

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