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Johann Cohrs Kultauto

 

Fiat 500: Oldie  zum  Mitnehmen

Italienischer Klassiker, kleiner Verführer und ganz sicher der liebenswürdigste Kleinwagen der Welt. Und MAX verlost ihn: den "alten" Fiat 500. Unser Exemplar, Baujahr 1973, brachten wir dafür auf technischen und optischen Hochglanz, bevor er einen MAX-Leser glücklich macht.

Herr Luckmann sagt einen Satz wirklich häufig: "Das ist ja viel zu gut!" Rote Ledersitze? "Viel zu gut!" Neue Lackierung? "Viel zu gut!" Multimediasystem im Retro-Look von Becker? "Viel zu gut!" Herr Luckman ist Fiat-500-Experte in Hamburg, und für MAX bringt er einen alten Fiat 500 auf technischen und optischen Hochglanz. "Zum Verlosen? Viel zu gut!" waren seine ersten Worte nach einigen prüfenden Blicken, als wir mit der kleinen Knutschkugel in seine Werkstatt rollten. Denn er will seine Wagen in den Händen von Liebhabern sehen, die den kleinen, kultigen Italiener zu schätzen wissen. Die wissen, wie er zu fahren, zu schalten und anzufassen ist. Tut uns leid, Herr Luckmann. Denn bei der MAX-Verlosung (Mehr Infos zur Verlosung finden Sie im zweiten Teil des Artikels!) hat jeder die gleichen Chancen - nein, Luckmann selbst darf nicht mitspielen, denn ab jetzt ist er Teil der Geschichte.

Besitzerwechsel unter Tränen

Angefangen hatte alles mit Tränen. Und einem rührenden Abschied. "Eigentlich will ich ihn nicht verkaufen, aber ich brauche das Geld", sagte die Vorbesitzerin. Tut uns leid, aber bei uns ist er in guten Händen. Erst mal. Langer Abschied? Nein, keine Zeit. Wir müssen los, auf zur ersten Testfahrt, 110 Kilometer zurück nach Hamburg, zur Werkstatt, zu Herrn Luckmann. "Der Boden, der ist ja noch viel zu gut!", sagt Herr Luckmann, dessen Karosseriestudio wir über das Internet-Portal Meinewerkstatt.de gefunden haben, als er die Bodenbleche abklopft. Und dann, nach einem kurzen Blick auf die Fahrzeugnummer, sagt er erstmals etwas anderes: "1973er Fiat 500 R mit Faltschiebedach, in Sizilien gebaut. Die letzte Serie, schon mit 589 ccm Hubraum und 18 PS, 100 km/h schnell und damals 3418 Mark teuer." Da spricht der Experte. Unser Modell ist also in den besten Händen.

Vom Aufstieg des kleinen Fiat zum Kultwagen

2007 steht Fiat Cinquecento für mehr als nur ein Automodell von vielen. Sieht man ihn, fühlt man plötzlich die Aufbruchstimmung der späten Fünfzigerjahre, spürt La Dolce Vita der Sechziger und ahnt die Romantik der ersten Brenner-Überfahrten in den Siebzigern. Der Fiat 500? Ein rollender Inbegriff Italiens, produziert von 1957 bis 1976, insgesamt 3 702 078-mal. Dabei hatte er natürlich einen Vorgänger, der Fiat-intern dieselbe Typbezeichnung hatte, aber unter dem Namen Topolino (das Mäuschen) bekannt wurde. Und es gab auch vor dem jetzt präsentierten, allerallerneuesten 500er (Foto unten) Modelle, die in der Tradition des Klassikers standen. Zuerst den 126er, und dann einen "Zwischen-500er". Der trug zwar auch das Cinquecento im Namen, bediente sich aber nicht der Formensprache des Kultmodells: klein und pfiffig, aber eben nicht rund. Eher geküsste Ecken als eine Knutschkugel. Nur das Original, 297 Zentimeter lang, 132 breit und 132 hoch, erreichte Kultstatus und hat ihn auch noch heute. Nur in ihm winken die Passanten einem zu - freudestrahlend. Und unserer Ur-500er steht in der Werkstatt bei Herrn Luckmann. Jetzt mitmachen und gewinnen!


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PASSENDES IM NETZ
Leser-Kommentare (3)
fiat lux (07.12.07 - 15:58)
Geschmackssache

Warum sollte es ein Magazin für Popkultur und Style - nicht etwa Stil - bei einer altmodischen Restaurierung belassen, wenn man den unschuldigen Kleinwagen "pimpen" lassen kann. Eine rote Lederausstattung und die angedrohten Alu-Applikationen sind wichtiger als Originalität, selbst die für den 500 R und frühe 126er charakteristischen Räder mußten weichen. Fazit: Viel zu gut!

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