FIA GT1: Der letzte Kampf
Die FIA GT1 Saison 2010 endete mit einem spannenden Rennen in den argentinischen Bergen und einer großen Gala in Monaco.
Von Martin Haldenmair
Narbenbedeckte Krieger sammelten sich schon vor dem Rennen im Lager. Aus Schiffscontainern wurden sie ausgeladen, die schnellen Autos der FIA GT1 Rennen. Nach dem letzten Kampf um den Sieg in Brasilien war zum Teil keine Zeit mehr für Reparaturen und es reichte gerade mal, die kostbaren Wägen in ihren Containern festzuzurren.
Bei der zehnten und letzten Runde der FIA GT1 Weltmeisterschaft in der Nähe der argentinischen Stadt San Luis, auf dem Circuito de Potrero de los Funes, sah man den Boliden die Kämpfe der vorhergehenden Runden an. Doch welche Kulisse für die letzte Runde! Die Rennstrecke windet sich um einen großen Bergsee mitten im Nirgendwo. Die Teams arbeiteten in Zeltstädten, Garagen gab es auf dem Gelände nicht. Die Atmosphäre war offen und heiter, doch die Spannung noch greifbarer. Denn: Das zwanzigste Rennen in der zehnten Runde auf dem dritten Kontinent beendete die Weltmeisterschaft 2010. Und nur ein Fahrerpaar würde den Preis nach Hause nehmen.
Als Favorit setzte sich im Qualifying der Aston Martin des Hexis Teams durch. Das leidgeprüfte Nissan Sumo Team mit Michael Krumm kämpfte sich hart an den sechsten Platz heran. Aber nach einem Nahkampf im eigentlichen Rennen schied der Wagen wiederum wegen technischer Schäden aus. Doch erst die Gesamtwertung aller Rennen ergab den Ausschlag. Und hier zogen die Fahrer Michael Bartels und Andrea Bertolini in ihrem Maserati MC 12 an allen vorbei. Und damit holte ganz klammheimlich ein Deutscher einen weiteren Weltmeistertitel nach Hause.
Das glückliche Ende der ersten Weltmeisterschaft 2010 der FIA GT1 wurde eine Woche nach dem letzten Rennen in Argentinien dort gefeiert, wo die Idee ihren Anfang nahm: In Monaco, der Wahlheimat von Stephane Ratel, der das Rennen initiierte. Auf der großen Gala wurde schon klar, dass es 2011 ein Wiedersehen geben wird.
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