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Porsche 911 Targa 2006

Teurer Panoramablick

Porsche und Targa – das gehört seit 1965 zusammen, als die Stuttgarter Sportwagen-Schmiede das Konzept des „Halbcabrios“ auf der IAA erstmals präsentierten. Zeitweise griff rund ein Drittel der Käufer zu der luftigen Variante. Davon konnte Porsche in der letzten Modellgeneration nur träumen – die Quote des inzwischen längst mit großem Glasdach ausgerüsteten Targa ist in homöopathische Tiefen gesackt. Dennoch bietet der Erfinder auch seinen aktuellen 911 der Baureihe 997 jetzt wieder als Targa an.

Dach längst aus Glas

Das Konzept des Targa entspricht schon lange nicht mehr dem Urtyp. Seit 1996 hat bei Porsche das altgediente Kunststoffdach ausgedient und ist einer elektrisch betätigten Konstruktion aus Glas gewichen. Per Knopfdruck fährt die Scheibe zurück und schiebt sich hinter die lang gezogene Heckklappe, die sich – anders als im Coup頖 öffnen lässt. Eine recht praktische Lösung, ähnlich wie beim Cayman. Die kleine Ablage hinter den Sitzlehnen im Fond reicht für den abendlichen Einkauf locker aus.

Targa ist kein Cabrio-Ersatz

Viel Offenfahr-Gefühl sollten Targa-Käufer indes nicht erwarten. Zwar ist die freigegebene Fläche wirklich enorm und deutlich größer als das klassische Schiebedach-Guckloch aus Vaters Zeiten, aber auch ein trickreicher kleiner Spoiler an der vorderen Kante kann das Wummern des Luftdrucks nicht verhindern – das kennt man ähnlich von heruntergelassenen Seitenscheiben, mit denen auch kein Mensch ständig herumfährt. Der Targa ist nun mal kein Cabrioersatz und bleibt besser zu. Sind ausnahmsweise mehr als zwei Personen an Bord, gilt das ohnehin – die offene Glasscheibe verringert die Innenraumhöhe so drastisch, dass bestenfalls noch Kleinkinder untergebracht werden können. Der normale 911 bietet gerade auf den Rücksitzen mehr Platz.

Panoramadach wie beim Familienvan

Auch in geschlossenem Zustand verändert die lichtdurchlässige Lösung den Innenraum deutlich. Der höhlenartige Charakter, den viele Sportwagen aufgrund ihrer geringen Höhe und der vergleichsweise kleinen Fensterflächen haben, ist komplett aufgehoben. Die luftige Weite im Interieur erinnert fast an einen Familienvan mit Panoramadach.

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