Autotuning: Volkswagen T1 Doppelkabine (1960)
Sieht aus wie Schrott, fährt aber wie ein Neuwagen. Mechaniker Chris van der Molen vom holländischen Autotuner Kieftenklok nutzt den T1 DoKa jeden Tag für Transporte und das ohne Probleme. Denn unter dem verrosteten Blechkleid arbeitet neueste Technik: ein getunter 120-PS-Motor, tiefergelegtes Fahrwerk, schmalere Vorderachse.
"Der VW von 1960 ist eine Ratte", so Besitzer Maurice Klok über sein Fahrzeug. Das Design folgt einer aktuellen US-Tuning-Ideologie. "20 Jahre dachte man, dass ein Showcar neu aussehen und glänzen muss. Doch mehr Aufsehen erregt der Rat-Style." Außen pfui, innen hui: Mit der Patina aus ausgebranntem Lack, Beulen und einem Frankenstein-Tuning über rostige Stellen werden einfach Bleche geschweißt stiehlt der Bus auf Shows den frisch lackierten Fahrzeugen die Show.
Das Blechkleid ist ein Unikum, das niemand künstlich so herstellen könnte. "Wir lassen dem Fahrzeug seinen Charakter", so Klok, der den VW vor drei Jahren importierte. "Er sieht natürlich schlecht aus aber dafür sind weitere Dellen oder Kratzer auch nicht schlimm."
(Sven Schulte-Rummel)
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