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Audi A1: Sauberer  Flitzer

"Wir wissen um unsere Verantwortung für den Klimaschutz und drehen an allen Stellschrauben, um unsere Automobile noch effizienter zu machen."

MAX: Mit dem metroproject zeigen sie einen kleinen Hybriden - doch diese umweltfreundliche Antriebsart wird 2009 zuerst im Topmodell Audi Q7 eingeführt. Wäre es nicht besser, unten einzusteigen, weil junge Leute neue Technologien eher akzeptieren?

Stadler: Wir werden mit der Hybridtechnik beim Audi Q7 starten und prüfen, in welchen weiteren Baureihen das ebenfalls sinnvoll ist. Je nach Kundenanspruch kann das in den Märkten variieren: Ein Hybrid-Antrieb macht im Tokyoter Stadtverkehr mehr Sinn als auf einem US-Highway. Wir wissen um unsere Verantwortung für den Klimaschutz und drehen an allen Stellschrauben, um unsere Automobile noch effizienter zu machen. Hybridtechnik ist da nur eine Variante von vielen. Außerdem müssen wir berücksichtigen, dass das Auto für den Kunden bezahlbar bleibt. Und das ist gerade bei kleinen Autos eine Herausforderung.

MAX: Welche alternative Antriebsart hat die größte Zukunft?

Stadler: Die Elektrifizierung beschäftigt uns sehr stark. Natürlich ist hier die Frage entscheidend, woher der Strom kommt. Sonnenkraft wäre natürlich das schönste, um die Energie zu erzeugen. Oder bei entsprechender Batterietechnologie die Anbindung ans häusliche Energiemanagement: Nachts aufladen, tagsüber fahren. Wasserstoff als Energieträger klingt zwar verheißungsvoll, ist aber wirklich noch Zukunftsmusik, denken Sie dabei nur an die ungelösten Fragen zur Infrastruktur. Da der Wirkungsgrad von fossilen Brennstoffen unschlagbar ist, beschäftigen wir uns im Schwerpunkt auch mit synthetischen Kraftstoffen.

MAX: Welche Bedeutung hat der A1 für ihr Ziel, zum erfolgreichsten Premium-Hersteller aufzusteigen? Ist der Markt für die größeren Audi-Modelle gesättigt?

Stadler: Nein, die Grenzen sind nicht erreicht und wir haben noch sehr viel Phantasie. Mit Produkten wie dem Audi A6 oder mit unserer volumenstärksten Baureihe, dem Audi A4, haben wir weiterhin Wachstumspotenzial, ebenso beim Audi Q7 oder dem kleineren Audi Q5, der bald kommen wird. Dennoch: Der Audi A1 wird für uns ein äußerst wichtiges Auto. Denn wir sind überzeugt, dass ein Premium-Modell unterhalb des Audi A3 erfolgreich sein kann. Und er wird Audi bei seinem weiteren Wachstum helfen.

MAX: Hat das zu erwartende, stärkere Engagement von Porsche im Konzern Auswirkungen auf die Marke Audi?

Stadler: Wir haben unsere Strategie klar definiert, und sie ist rund. Wir wollen profitabel wachsen, und haben keinerlei Berührungsängste. Wir arbeiten mit Porsche schon sehr erfolgreich zusammen: Zum Beispiel haben wir im Zusammenspiel mit Volkswagen gemeinsam den Porsche Cayenne, den VW Touareg und den Audi Q7 entwickelt - mit nennenswerten Synergien für alle Beteiligten.

MAX: Was sind ihre Ziele mit Audi? Stadler:Wir haben uns ein klares, aber ambitioniertes Ziel gesteckt: Bis 2015 wollen wir 1,5 Millionen Autos pro Jahr verkaufen und damit der erfolgreichste Hersteller im Premium-Segment sein. Ich bin zuversichtlich, dass wir das auch schaffen werden.


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