Peter Lindbergh: Ästhetisch
"Bei meinen Fotos macht man sich selten als erstes über die Rocklänge Gedanken", beurteilt Peter Lindbergh seine Werke
"Bei meinen Fotos macht man sich selten als erstes über die Rocklänge Gedanken", beurteilt Peter Lindbergh seine Werke. Das verwundert nicht, denn der Star der Modefotografie porträtiert eher weibliche Schönheit als Kleidung. Trotzdem sind Lindberghs Fotografien perfekt für die Modeindustrie. In der Eigenwilligkeit liegt sein Erfolg. Magazine wie "Vogue", "Harper¿s Bazaar" und "Vanity Fair" reißen sich um den 58-Jährigen ebenso wie die Mode-Labels Armani, Prada oder Donna Karan.
Das Phänomen des Supermodels begründet sich auf Lindberghs Werke: Tatjana Patitz, Naomi Campbell, Kate Moss oder Christa Turlington verdanken ihm diesen Status.
Eindrucksvoll zeigt der Düsseldorfer Katalog "Peter Lindbergh: Photographs" die natürliche Schönheit der Models - in Szene gesetzt durch den genialen Blick des Fotografen. Die in den 80er- und 90er-Jahren entstandenen Fotos sind auf 52 Novatone-Tafeln künstlerisch arrangiert: Dem Bild einer einfachen Wasserflasche steht das Abbild von Berri Smither gegenüber. Von beiden Motiven weht dieselbe frische Sommerbrise herüber. Fazit: kein Mode-Schinken mit kurzer Halbwertszeit, sondern ein Klassiker für Kunst-Ästheten.
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