Steve Thornton: Freude im Haus
Sein Markenzeichen: Cowboy-Style. Sein neues Jagdgebiet: Bordelle. Für seinen neuen Bildband shootet der Fotograf Steve Thornton heiße Models weltweit.
Von Kerstin Kotlar
Er ist der Cowboy. Aber statt einem Ross dominiert Steve Thornton meist den Fotoapparat. Schon im Alter von zwölf Jahren begann der Amerikaner sich diese Kunst selbst beizubringen. Seine Philosophie dabei: "Mir geht es nicht nur darum, besondere, künstlerische Bilder zu erzeugen. Es sollen emotionale Erlebnisse werden, die den Betrachter ein Stück weit entführen und an einen anderen Ort bringen", erklärt Thornton. Bekannt geworden ist der Zwei-Meter-Mann aus Atlanta, Georgia, mit seinen Mode- und Lifestyle-Aufnahmen für Vogue und Marie France sowie Werbefotografien für Kunden wie Hyatt. Sich selbst inszeniert er gerne mit kräftigen Bullen oder auf einem tänzelnden Rodeopferd. Zu etwas mehr Verruchtheit schwingt sich Thornton nun wieder in den fotografischen Sattel. "Ich will jetzt einfach mal etwas ganz Neues machen", beschloss der Starknipser und holt nun Models in die Freudenhäuser dieser Welt.
Bordell-Beauties
Für sein neuestes Projekt jettet der Cowboy deshalb in Bordelle rund um den Erdball. Aus den ungewöhnlichen Settings soll ein Bildband entstehen. Den Auftakt machte Thornton während der Photokina im Kölner Pascha, dem größten Bordell Europas. Dort ging es dem Etablissement gemäß heiß her. Auf dem bunt gemusterten Sofa und der schummerigen Bühne räkelten sich kurvige Unterwäschemodels. Mit im Gepäck hat der Fotograf neben seiner Kamera natürlich professionelle Lichtreflektoren. Denn "Licht ist das alles entscheidende Kriterium", findet Thornton. "Bei schlechten Lichtverhältnissen hilft auch die beste Kamera nichts. Und umgekehrt kann auch eine vermeintlich schlechtere Kamera ausgezeichnete Bilder produzieren, solange nur das Licht stimmt."
Vom ausgezeichneten Ergebnis seines Shootings können Sie sich in unserer Bildergalerie überzeugen.
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