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Stefan De Lay "Veronique" – der Körper als Objekt

 

Stefan De Lay: Nackte  Realität

Erotik am Rande der Pornografie. Stefan De Lay zeigt Akte mit schonungsloser Offenheit und scharfem Blick. Die Bilder sind durch und durch echt - für Photoshop ist da kein Platz

"Fotografie ist eine eigenständige Kunst, die ihre Regeln hat. Alles was diese Regeln überschreitet, ist nicht wirklich Fotografie", sagt Stefan De Lay und legt seine Hasselblad-Kamera zur Seite. Der belgische Künstler fotografiert seit über 20 Jahren, ausschließlich in Schwarz-Weiß. Anfangs rein zufällig – sein Vater kaufte ihm eine Olympus mit Schwarz-Weiß-Film – heute aus fester Überzeugung. Nur in der Schwarz-Weiß-Fotografie sei es möglich, wie er sagt "alle Prozesse der ursprünglichen Lichtbildkunst zu nutzen, um so ein Gesamtkunstwerk zu schaffen."

Nicht nur Farbe, auch die digitale Nachbearbeitung ist ihm ein Groll. Für De Lay ist das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop der Feind. Nur echtes, wahrhaftiges Handwerk zählt für ihn. "Ich glaube, dass missbräuchlicher Rückgriff auf die Datenverarbeitung nur Können vorspiegelt, in Wahrheit aber dazu dient, Fehler oder Versagen zu verstecken" und er fügt ergänzend hinzu "Ich möchte die Menschen dazu bewegen, den Kontakt mit der Realität nicht zu verlieren."

Dann zeigt er uns sein Lieblingsbild "Nikiboude" - natürlich in Schwarz-Weiß, der "Urform der Fotografie", wie er nochmals betont. Das Bild bietet, wie die meisten seiner Werke, einen sehr klaren Blick auf den Körper seines Modells. Nichts wird kaschiert oder dem Betrachter vorenthalten. Dennoch genzen sich De Lays Bilder durch den gekonnten Umgang mit Licht und Schatten und das feinsinnige Gespür für seine Modelle klar vom platten Voyeurismus der Pornografie ab. Wir können nicht alle seine Werke in ihrer ursprünglichen Form zeigen, doch unsere Fotogalerie bietet einen guten Einblick in das Schaffen von Stefan De Lay.

PASSENDES IM NETZ
Leser-Kommentare (1)
to-mann (19.11.08 - 10:13)
Grandiose Perspektive

Die Fotos sind wirklich bemerkenswert. Vor allem "Ablutions" hat eine grandiose und tolle Perspektive. Ein fantastischer Hintern herrlich in Szene gesetzt, aber auch nette Details, wie die Heels auf dem Bild

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