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Friedhof-Kult: Promi-Kult  am  Grab

Fans auf dem Friedhof - es gibt sie, überall. Wo immer auch die Idole ruhen, ihre Bewunderer fahren dorthin. Und bescheren ihnen jede Menge Blumen und sonstige Geschenke.

Von Andrea Ege

Shakespeare empfängt an seiner Grabstätte jährlich Tausende Besucher. Damit ist er ganz und gar nicht allein. Zu Jim Morrison, dem jung verstorbenen "Doors"-Sänger und zum Stones-Rock-'n'-Roller Brian Jones strömen ebenfalls regelmäßig sehr alte und unglaublich junge Fans. Die meisten von ihnen bringen ihren toten Helden ein Geschenk: Blumen, aber ab und zu auch etwas mehr. Zum Beispiel einen Joint, selbstgeschriebene Gedichte oder eine Kiste mit leckeren Zigarren.

Promi-Gewusel unter der Erde

Der wahrscheinlich berühmteste Friedhof der Welt liegt ausgerechnet in jener Stadt, die gleichzeitig das Epizentrum aller Liebenden ist: Paris. "Père Lachaise" ist der Name des Toten-Dorfes - so hieß der Pater, in dessen Gärten die ersten der bekannten Leichen begraben wurden. Das war Anfang des 19. Jahrhunderts. Bis heute finden dort unzählige Berühmtheiten ihre letzte Ruhe, unter anderem Frédèric Chopin, Jim Morrison, Edith Piaf, Marcel Proust und Oscar Wilde. Ihre Besucher werden von professionellen Guides durch die Grabstätte geführt.

Der andere Star der europäischen Friedhöfe liegt in Wien. Er verhalf sogar einem österreichischen Sänger zu viel Ruhm: Wolfgang Ambros eroberte mit "Es lebe der Zentralfriedhof" nicht nur in die Herzen von Grabstein-Fans. Hier ruhen ebenfalls die sterblichen Reste wichtiger Persönlichkeiten der letzten zwei Jahrhunderte: Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms, Franz Werfel, Bruno Kreisky und Curd Jürgens sind nur einige von ihnen.

Ewige Ruhe und treue Fans

Auch außerhalb der beiden Promi-Friedhöfe ziehen eine ganze Menge Gräber viele Bewunderer an. Zu den beliebtesten zählt die Ruhestätte Elvis Presleys in Memphis (Tennesse). Doch auch bei Charlie Chaplins letztem Aufenthaltsort in Corsier-sur-Vevey (Schweiz), John F. Kennedys Todesmonument in Arlington (Virginia) oder Greta Garbos Grab in Stockholm lassen sich regelmäßig trauernde Fans sehen.

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