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Die wichtigste Amtshandlung des Münchner Oberbürgermeisters ist die Wiesneröffnung. Denn er schlägt den Spund in das erste Fass Wiesnbier (von der Spaten-Brauerei) und das erst um zwölf Uhr Mittags. Der Spund muss dabei mit wenigen, kräftigen Schlägen in das Holzfass getrieben werden, sonst splittern die Dauben und das Bier versickert. Darum trainiert Ude auch regelmäßig vor dem Fest mit einem Experten (wäre das nicht ein Beruf? Fassanstechcoach?). Zwei Schläge waren es diesmal. Udes Posten ist also zunächst gesichert.

Viel Bier und wenig Bierleichen

Letztes Jahr holte das Rote Kreuz die erste "Bierleiche" schon zwei Stunden vor der ersten offiziellen Maß zu sich ins Rettungszelt. Der junge Mann hatte es nicht erwarten können und mit "Fremdbier" (an Ständen um die Wiesn herum erhältlich) so kräftig vorgeglüht, dass ihm das echte Bier versagt blieb. Dieses Jahr hatten die Retter ihren ersten Einsatz wegen Alkoholvergiftung (so der Fachausdruck für "Bierleiche") erst drei Stunden nach Beginn. Traurig daran war, dass es sich dabei um einen Minderjährigen handelte. Der unrühmliche Gewinner für den ersten Platz unter den Bierleichen geht dieses Jahr an einen 16-jährigen Niedersachsen.

Insgesamt sind Polizei und Rotes Kreuz aber zufrieden. Weniger Einsätze als letztes Jahr waren bisher notwendig. Knapp vierzig Besucher mussten bisher wegen Alkoholvergiftung behandelt werden, letztes Jahr waren es um diese Zeit schon über 60. Dazu mag auch beitragen, dass dieses Jahr keine Glasflaschen auf der Wiesn erlaubt sind, wegen einiger übler Vorfälle in den letzten Jahren, bei denen es zu Verletzungen durch Scherben gab. Da es den meisten Bayern davor schaudert, ihr Bier aus einer Dose zu trinken, lassen womöglich einige das Vorglühen sein.

Warmes Wiesnwetter für die nächsten Tage

Wetterbedingt hatten viele Besucher am ersten Wiesntag das Fest gemieden. Kalt und windig ging es zu, Nieselregen wechselte mit kräftigen Schauern. Da gingen die Besucher vor allem in die Zelte und hielten sich dort mit Essen und Getränken warm: 850 000 Gäste kamen "nur" zum ersten Wochenende, wird geschätzt. Letztes Jahr waren es eine Million. Diese Fünf-Sechstel-Million aber aß und trank für eine ganze: Eine Million Liter Bier wurde über das Wochenende vernichtet.

Die Wirkung des Wetters viel schon auf: Während üblicherweise ab späterem Nachmittag die S-Bahnstation Hackerbrücke ein wogendes Menschenmeer ist, war sie am Samstag geradezu verwaist. In den Zelten drängten sich dafür natürlich nasse Asylsuchende. Allein die Schausteller hatten das Nachsehen am Samstag und noch kühl beginnenden Sonntagvormittag. Nur wenige gingen bei dem widrigen Wetter in die Fahrgeschäfte. "Der Herrgott hat ein Einsehen mit den Wiesnwirten," sagen aber die Münchner und tatsächlich hat es seit Sonntagabend aufgeklart. Die nächsten Tage werden am Nachmittag Temperaturen von über 20 Grad erwartet. Schon Montag Früh war die Trachtendichte an den S-Bahnstationen selbst weit außerhalb Münchens deutlich erhöht. Viele, die dem Wochenende nicht getraut haben, holen nun das Feiern nach. Gegen Abend müssen sich dei Besucher aber jedes mal auf (hoffentlich kurze) Schauer einstellen.

Promis am Oktoberfest

Das Oktoberfest ist bei vielen Promis sowieso Pflichttermin. Von den Fußballern wurden schon Mario Gomez mit Freundin Silvia Meichel sowie Franck Ribery und seine Frau Wahiba gesichtet. Heino inszenierte sich mit einer Wiesnkapelle, Christine Neubauer präsentierte interessante Fußbänder und Anja Kruse führte einen stumpfen Kegelhut spazieren. Selbst der auf Wiesn manchmal etwas zugeknöpfte Boris Becker lief mit entspanntem Lächeln an den Agenturfotografen vorbei. Die Wiesn ist eben ein Ereignis zum Sehen und Gesehen werden.

Unsere Eindrücke von den ersten Wienstagen sehen Sie in der Bildergalerie zum Wiesnauftakt.

mh

Weiterführender Link: Offizielle Oktoberfestseite der Stadt

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Leser-Kommentare (2)
Viajera (08.10.12 - 12:10)
Immer Bayern

Wieso wird nie über den Cannstatter Wasn berichtet. Immer nur Bayern

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