Von Martin Haldenmair und Julian Rohrer
"Der Herrgott hat ein Einsehen mit den Wiesnwirten," sagen die Münchner. Denn in der zweiten Septemberhälfte bis zum Anfang Oktober wird das Wetter in der Stadt meist schön. Sonne, blauer Himmel und angenheme Temperaturen mit nur einer leisen Drohung von Herbst und Winter.
Während es im ein paar Kilometer südlich gelegenen Rosenheim um die Zeit in strömem rgenet (die Stadt hat ihre Wiesn daher auch zwei Wochen vor München) feiert München unterm bayerisch-weiß-blauen Himmel. Dieses Jahr ist aber kein Verlass auf dern Herrgott. Dass es auf der Wiesn mal regnet, kommt vor. Doch seit Sonntag ist die Hautpattraktion der "Schnürlregen",und nicht nur das: Es ist empfindlich jalt geworden. Acht Grad kalt war die Nacht auf Montag, da lockt keine so kuschlige Wiese mehr den Betrunkenen, sich auszuschlafen. Und wenn doch, wäre er bald ein Fall für die Sanitäter der Wiesnwache. Oder muss wenigstens einer unser Tipps gegen Wiesn-Katarrh ausprobieren.
Ein klammes erstes Wiesnwocheennde wartete auf die Veranstalter: Während das erste Wochenende meist einen neuen Bierausschankrekord eisntellt, blieben die Besucher unter der Marke von einer Million Liter. An den zwei ersten Tagen tummelten sich auch nur eine knappe Million Besucher auf dem Volksfest, davon wohl die meisten am Eröfnungstag. Dennoch ignorierten die Wiesnbesucher das schlechte Wetter so gut sie konnten und feierten in den Zelten nach Leibeskräften. Die Trachtler hatten es da schwieriger, die zum Trachten- und Schüzenumzug am Sonntag im Schritttempo durch den strömenden Regen mussten und Mühe hatten, ihre kostbaren Gewänder vor Wasserschäden zu schützen. Doch auch hier zeigte sich der beunruhigend unverwüstliche Geist des Brauchtumsliebhabers: Da machte der Regen noch so strömen, die Umzugsteilnehmer lächelten und winkten stoisch wie Buddhas in Loden.
Zwei Besuchern musste die Polizeit schon Wiesnhausverbot erteilen - einer hatte mit Maßkrügen geworfen, der andere seinen über den Kopf eines anderen Gastes gezogen. Ansonsten blieb es auf der Wiesn bisher relativ friedlich - die Dauerkühöung ist vielleicht wenigstens dafür gut.
In unserer Bildergalerie sehen die schönsten Bilder des noch sehr nassen Oktoberfests.
INHALT
Seite 2:Gutscheine Einlösen
Seite 3:Bayern-Fußballer auf der Wiesn
Seite 4:Alte Attraktionen der Wiesn
Seite 5:Dirndl oder Lederhose?
Seite 8:Dirndl-Dekolleté Kalender
Seite 9:Wiesn-Jause
Seite 10:Raucher-Reservate
Seite 11:Halbzeit auf der Wiesn
Seite 12:Das Italienerwochenende
Seite 13:Trinken und Flirten
Seite 14:Zu klein, die Mass!
Seite 15:After-Wiesn-Clubs
Seite 16:Kater-Hilfe
Seite 17:Triff das Essen auf der Wiesn
Seite 18:Balz-Apps für die Wiesn
Seite 19:Oktoberfest Hausmittel
Seite 20:Die Wasser-Wiesn
Seite 21:Die Wiesn der Reichen und Schönen
Seite 22:Keine Panik auf der Wiesn
Seite 23:Wiesnrekorde
Seite 24:Madln und Burschn
Seite 25:Das fließt in die Kehle
Seite 26:Dirndl für wilde Dirndl
Seite 27:Zünftige Burschen
Seite 28:Wiesn-Aufbau
Seite 29:Fest-Programm
Seite 30:Getränkepreise
Seite 31:Bierzelte
Seite 32:Anreise
Seite 33:After-Wiesn
Seite 34:Insidertipps
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