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Von Martin Haldenmair

Bier ist in Bayern die Religion, auf die sich alle einigen können. Fast zehn Millionen Liter Bier verschwinden in den Bäuchen der Besucher der Wiesn (und werden bald wieder auf die eine oder andere Art weggestelllt). Es ist nicht irgendein Bier: Speziell zur Wiesn wird es gebraut, und nur sechs Brauereien dürfen überhaupt ausschenken. Nämlich, die, die in München beheimatet sind: Augustiner, Hofbräu, Hacker-Pschorr, Paulaner und Spaten. Abgesehen von der Augustiner Brauerei sind die anderen Brauereien allerdings keine freien Münchner Brauereien mehr, sondern gehören über diverse Beteiligungen zur belgisch-brasilianische InBev-Gruppe. Nichtsdestotrotz: Die unterschiedlichen Brautraditionen sind erhalten geblieben und die Biere unterscheiden sich stark in Farbe und Geschmack voneinander.

Auch beim Wiesnbier. Zugegeben: Nach der dritten Maß schmeckt keiner mehr einen Unterschied, nur dass er noch mehr will, aber der Kenner möchte den Anfang doch noch richtig genießen. Wir haben uns die Wiesnbiere näher angeschaut. Generell gilt: Es ist ein Festmärzen, also ein untergäriges Bier, ähnlich wie ein Helles, aber mit höherer Stammwürze und stärkerem Alkoholgehalt. Kurz: schmeckt frisch, gleichzeitig malzig und haut rein.

Augustiner:

Unser Favorit. Vielleicht schon deswegen, weil das Bier tatsächlich noch in echten Holfzfässern, den sogenannten Hirschen, mit einem Fassungsvermögen von je 200 Litern auf die Wiesn gekarrt wird. Doch was ist dieses Jahr im Hirschen drin? Hellgelb ist es, eines der hellsten der heurigen Wiesnbiere mit einer stabilen Schaumkrone. Es schmeckt besonders kräftig malzig und mit einem Alkoholgehalt von 6,2 Vol % bei einer Stammwürze von 13,8% ist es eines der stärksten Biere auf dem Fest. Übertroffen nur durch das Bier der Hofbräu-Brauerei.

Hacker-Pschorr:

Das dunkelste der Wiesn 2011 - selbst der Schaum hat leichte Beigetöne. Vollmundig im Geschmack, einfach und ehrlich. Mit 6,1 Vol % Alkoholgehalt und 13,7% Stammwürze ähnlich in der Wirkung wie das Augustiner - also am besten was Kräftiges dazu essen.

Hofbräu:

6,3 Vol % Alkohol und 13,7% Stammwürze - das kräftigste Bier auf der Wiesn 2011. Gleichzeitig ist es im Abgang frisch, weil etwas bitterer als der vollmundige Anfangsgeschmack vermuten ließe.

Löwenbräu:

Ein wiederum sehr helles Bier, in einem richtigen Goldgelb. Ähnlich sommerlich weich ist der Anfangsgeschmack, im Abgang wird es plötzlich erfrischend bitter, mit kräuterartigen Aromen. Die Stammwürze beträgt 13,8 % und der Alkohol 5,9 Vol %.

Paulaner:

Das Wiesnbier des Paulaner orientiert sich geschmacklich wohl am berühmten Maibock der Brauerei: weich und fast ein wenig süßlich lädt es zum Brotzeitmachen ein. Die Farbe erinnert an Messing. Der Alkoholgehalt beträg 5,9 Vol % bei 13,6% Stammwürze.

Spaten:

Ein trockenes Wiesnbier - wer hätte das erwartet! Beim Spaten tritt der Hopfengeschmack in den Vordergrund. Mit einer hellen Bernsteinfarbe wirkt es harmlos, hat es mit 13,7% Stammwürze und 5,7 Vol % Alkohol ebenso in sich wie die anderen Wiesnbiere.

Wo die Biere ausgeschenkt werden und was sie kosten, finden Sie in unserer Lister der Bierpreise auf der Wiesn

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Leser-Kommentare (1)
fingerzeig (24.09.11 - 11:38)
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es sollte mehr kontroliert werden

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