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Von Andrea Ege

Wenn sich Millionen Menschen simultan betrinken, dazu mit mehr oder weniger lieblicher Stimme Sauflieder intonieren und lustige Gewänder aus der Welt der Berge tragen, ist es wieder soweit: Das Oktoberfest ist in vollem Gang. Von überall her aus der Welt strömen die Trinkfreudigen auf die Wiesn. Lassen es sich gut gehen, saufen sämtliche Klassenunterschiede aus der Welt. Und doch, ein Unterschied bleibt: der zwischen den blutigen Anfängern und den alten Hasen unter den Oktoberfest-Besuchern. Erstere ereilt viel öfter das traurige Schicksal, die lustigen Gesänge der anderen nur von außerhalb der Zelte zu hören. Damit Ihnen das nicht passiert, hier die wichtigsten "Reinkomm-Tipps" für die Wiesn.

Woher weiß ich, wie voll es an welchen Tagen auf dem Oktoberfest ist und wie erhöhe ich meine Chance auf einen freien Platz?
Die Website www.oktoberfest.de hält ein sogenanntes Wiesn-Barometer bereit, auf dem angezeigt wird, an welchen Tagen wie viele Besucher erwartet werden. Daran kann man sich bei seinem Wiesn-Besuch ganz gut orientieren.

Wie finde einen Platz ohne Reservierung?
Eine der wichtigsten Fragen überhaupt! Schließlich heißt nicht jeder Ralph Siegel und kann es sich leisten, eine Box für den Rest seines Lebens zu mieten. Normalsterbliche ohne Reservierung sollten sich auf jeden Fall so früh wie möglich auf die Jagd nach freien Plätzen begeben. Denn: kein Sitzplatz, kein Bier - so lautet die Devise. Und die Kellerinnen sind da eisern. Je größer die Gruppe der Gerstensaft-Freunde, desto früher sollte das Halali ertönen: wochentags spätestens gegen halb drei Uhr, am Wochenende noch früher. Oder die "Hauptverkehrstage" Freitag und Samstag ganz meiden. Einmal drin im Zelt, sollte man sich bei der Platz-Hatz auf die Tische in der Mitte konzentrieren. Die dürfen nicht reserviert werden.

Um sie herum, am Rand des Zeltes entlang, reihen sich die sogenannten Boxen aneinander. Normalerweise sind die alle reserviert. Doch nicht immer werden alle Reservierungen auch angetreten. Wer pfiffig und überaus charmant ist, überzeugt in so einem Fall bisweilen einen der Menschen vom Reservierungsteam, dass es eine unglaublich gute Idee ist, gerade ihn mit seinen Freunden dort hinsetzen zu lassen.

Ist der Super-Gau eingetreten und das "Wegen Überfüllung geschlossen"-Schild baumelt schon über den Häuptern der grimmig dreinschauenden Ordner vor dem Haupteingang? Dann nichts wie ab durch die Mitte bzw. links und rechts am Zelt vorbei. Oft überzeugt man die Ordner an einem der Neben- oder Hintereingänge einfacher, dass da drinnen schon die ganze Geburtstags-Feiertruppe sitzt und wartet und man selbst der Jubilar ist, der nur mal eben ganz dringend zu Hause seinen kranken Dackel füttern musste. Oder so ...
Klappt sogar manchmal beim Käferzelt. Aber nicht immer.

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Leser-Kommentare (1)
fingerzeig (24.09.11 - 11:38)
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es sollte mehr kontroliert werden

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