New Burlesque: Hautfreundlich
Im April 2009 hat sich sich London in die Hauptstadt der New-Burlesque-Szene verwandelt. Dort zeigten die besten Künstler der Welt, was sie können. Ein Überblick.
Von Andreas Buchmann
Als erstes fällt der Blick auf den Klavierspieler. Kein Wunder, diese Mischung aus 70er-Jahre-Matte und 20er-Jahre-Klamotten kann nicht jeder tragen. Doch viel Zeit bleibt nicht, um die Sinnfrage zu stellen. Das Licht geht aus, ein Spot erleuchtet die Bühne und sie tritt auf: Fleur d'Amour. Augenfreundlich schwingt sie die Hüften. Sie tritt nach vorne und zieht lasziv an ihrem ellbogenlangen Handschuh. Doch er lässt sich nicht abziehen, auch nicht beim zweiten Versuch. Erst nach mehreren ungelenken Ansätzen beschließt die Handbedeckung, sich zu lösen. Lacher im Publikum.
Viele Facetten
Fleur d'Amour heißt eigentlich Julia Kempken. Dass der Handschuh nicht abgeht, ist allabendlich Teil ihres Programms. Hüften schwingen, nackte Haut und Humor - das ist Julias New-Burlesque-Mischung. Doch die Szene besteht noch aus vielen weiteren Facetten. Künstlerinnen wie Sweet Chili orientieren sich mehr am klassischen Striptease. In ihren Nummern gibt es Federboas und viel Brust zu sehen.
Deutsche am Start
Fleur d'Amour und Sweet Chili vertraten Deutschland beim London Burlesque Festival. Zum dritten Mal zeigten 100 internationale Künstler ihre Interpretation des New Burlesque. In Nordamerika hat sich diese Mischung aus Tanz, Theater und Strip längst etabliert. Seit einiger Zeit schwappt die Welle nach Europa und hat London mittlerweile fest im Griff.
Einige der bestausgezogensten Künstlerinnen zeigt unsere Bildergalerie.
INHALT
- Hier können Sie einen passenden und weiterführenden Link zum Thema vorschlagen.




...mehr













