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Reuters Gay Games Köln 2010

 

Gay Games Köln: Rosa  Power

"Be Part of It!" lautet das Motto der achten Internationaeln Schwulen Sporttage, der "Gay Games". Noch bis Sonntag messen sich die überwiegend homosexuellen Teilnehmer in 35 Disziplinen.

Von Martin Haldenmair

Einen so hochrangigen Eröffnungsreder hatten die Gay Games noch nie: Bundesaußenminister Guido Westerwelle begrüßte am Sonntag, den 1. August 2010, Teilnehmer und Besucher des internationalen Sportfests der Schwulen und Lesben. 10 000 Teilnehmer aus über 70 Ländern und 15 000 Besucher sind angereist.

Die dreistündige Eröffnungsfeier erinnerte an eine unschuldigere Version der olympischen Spiele, zogen doch die Kölner Teilnehmer zu Karnevalsmusik ein. So präsentieren sich die "Gay Games" insgesamt: mit Sinn für Ironie und ohne Angst, Klischees zu begegnen und mit ihnen zu spielen. Unverkrampft, wie man große Sportereignisse sonst nicht kennt, und ohne Verbissenheit findet hier ein Event statt, das vor allem dazu dient, als Sportler anerkannt zu werden, egal, ob man nun Frauen, Männer oder beide Geschlechter liebt.

Olympischer Gedanke

Begonnen hatte das Fest vor fast 20 Jahren noch viel bescheidener: 1350 Athleten traten dort zum ersten Mal gegeneinander an. Der beste Ort, dies damals zu realisieren, war San Francisco. Initiiert wurde die sportliche Veranstaltung von Dr. Thomas Waddell, seines Zeichens Teilnehmer an den Olympischen Spielen von 1968. Als Zehnkämpfer. Dass er schwul ist, wusste damals allerdings noch niemand.

Um gegen die Diskriminierung von homosexuellen Sportlern anzukämpfen, rief er 1981 die "Gay Games" ins Leben. Nicht nur Schwule und Lesben, nein, alle Sportler durften daran von Anfang an teilnehmen. Dies ist noch immer die wichtigste Message des Events, das sich nun alle vier Jahre wiederholt. Ursprünglich sollten der Wettkampf "Gay Olympics" heißen. Dagegen ging jedoch das Olympische Komittee vor.

Jeder ist willkommen

Die Veranstalter laden ausdrücklich jeden ein. Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Nationalität - ja selbst sportliches Können spielen keine Rolle. Und so herrscht noch bis 8. August um das RheinEnergieStadion in Köln bunter Ausnahmezustand, eine Mischung aus Party und Wettkampf und vor allem: eine große Show.

Eindrücke davon zeigt unsere Bildergalerie.

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