Dubai: Tourismus statt Öl
Kann es sein, dass der Mann einfach nur spinnt? Ist er der Vorsitzende einer Klinik für Größenwahnsinnige? Oder überschätzt sich sein Dienstherr Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, der Motor Dubais, einfach um ein paar Projekte? Bin Suwaidan spürt unseren Zweifel.
"Deutsche sind immer skeptisch", sagt er. "Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie wir hier vorgehen. Wenn Seine Hoheit etwas will, wird dies auch gemacht. Dann bringen wir Leute zusammen, die es können, und es geht los." Seine Hoheit hat vor ein paar Jahren den Entschluss gefasst, sein Land vom Erdöl zu entkoppeln. Denn Bohrungen hatten ergeben, dass die Ölvorräte Dubais nur noch für etwa 40 Jahre reichen. Danach sei der Tank leer und sein Land bettelarm. Al Maktoum entschloss sich, die modernste Business- und Tourismusmetropole der Welt erschaffen zu lassen.
Und was vor einem Jahr noch als Phantasterei belächelt wurde, versetzt heute die Finanzwelt in Ekstase, spült Milliardenbeträge durch die Architektenbüros, Baufirmen, Banken, Makleragenturen und Immobilienunternehmen. Da bis heute kaum jemand glaubt, dass wirklich alles umgesetzt wird, was angekündigt wurde, hat Scheich Al Maktoum uns die Erlaubnis erteilen lassen, als erstes deutsches Magazin die Baustellen tatsächlich zu besuchen, mit denen er die Welt verändern will.
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