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Friedrich Rosenstiel; VG-Bildkunst, Bonn 2008 Museum Brandhorst

 

Brandhorst Museum: Münchens  Bekenntnis  zur  Moderne

Außen bunte Schuhschachtel, innen Ikonen der modernen Kunst und eine Treppe als Skulptur: Das Museum Brandhorst ist das neue Schmuckstück des Münchner Kunstareals.

Von Jochen Krauss

Verfehlen werden die Besucher das brandneue Museum an der Ecke Türken- und Theresienstraße kaum. Zu auffällig strahlt die aufwendige und kunterbunte Außenhaut des 48 Millionen Euro teuren Gebäudes neben der Neuen Pinakothek der Moderne in die Münchner Maxvorstadt hinein. Die Fassade aus 36 000 verschiedenfarbigen Keramikstäben ist optisch ebenso reizvoll wie irritierend.

Der Eingang an der Theresienstraße ist gleichzeitig ein erster optischer Zugang zu den bedeutenden Werken moderner Kunst, die nach dem Umzug der Stiftung Brandhorst von Köln nach München nun ein eigenes Zuhause gefunden haben. Boden, Wände und die monumentale Treppe aus gebleichtem Eichenholz saugen den Blick und die Aufmerksamkeit des Besuchers zwischen Shop und Cafeteria förmlich ins Museum hinein. Nach einigen Schritten fällt der Blick auf das erste Exponat: Andy Warhols großformatiges Gemälde "Still-Life (Hammer and Sickle)" von 1976.

Hinter 1000 bunten Stäben eine bunte Welt

Mit dem Museum Brandhorst hat die bayerische Staatsgemäldesammlung ein weiteres Haus rund um das Kunstareal der Pinakotheken hinzugewonnen. Im Gegensatz zum quietschbunten Äußeren ist im Inneren Farbe fast ausschließlich den ausgestellten Kunstwerken vorbehalten. Nichts soll den Blick von den Exponaten ablenken. 700 Werke umfasst die Sammlung Brandhorst derzeit, Platz hat das Museum für 200, gestartet wird mit 180 Exponaten auf 3300 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Im Patio fällt dem Besucher rechterhand Andy Warhols breites "Last Supper" ins Auge, bevor der Blick von Warhols Porträt "Camouflage" seines Künstlerkollegen Joseph Beuys und Sigmar Polkes "Marienerscheinung" an der Stirnseite des Raumes gefesselt wird. Den Löwenanteil der linken Wand nimmt Damien Hirsts monumentale Pillenskulptur mit dem Bandwurmtitel "In This Terrible Moment We Are Victims Clinging Helplessly To An Environment That Refuses To Acknowledge The Soul" (2002) ein. 27 000 Tabletten sortierten Mitarbeiter des Museums akribisch und genau nach den Anweisungen des Künstlers in das Regal ein.

Größte Cy Twombly Sammlung außerhalb der USA

Der oberste Stock des Museums ist Cy Twombly vorbehalten. Udo Brandhorst entdeckte den heute 81-jährigen US-Künstler während seiner Studentenzeit. Die beiden sind befreundet, und der Kunstsammler hat Twombly die größten und spektakulärsten Säle eingeräumt. Wer die monumentale Eichentreppe erklommen hat, sieht sich Cy Twomblys "Lepanto"-Zyklus gegenüber: Zwölf großformatige Werke, zu denen der Künstler von der legendären Seeschlacht im Jahre 1571 inspiriert wurde. Damals fanden beinahe 50 000 Menschen den Tod.

Den Abschluss bilden weitere Großformate: Twomblys "Rosenbilder" hat Brandhorst in letzter Sekunde dem New Yorker MoMa weggeschnappt. Nun bereichern sie die größte Twombly-Sammlung außerhalb der USA. Einzig Houston (Texas) besitzt mehr Arbeiten des Amerikaners als die Münchner.

Mehr Infos über das Museum finden Sie im Museum Brandhorst Tipp im MAX CityGuide München. Einen optischen Rundgang durch das Museum erleben Sie in der Bildergalerie.

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