Barbican Art Gallery: Verführt
Eintritt erst ab 18! Die heiße Kombination "Seduced. Art and Sex from Antiquity to Now" in London zeigt Verführerisches auf der Leinwand.
Von Kerstin Kotlar
Kunst und Sex waren schon immer eine heiße Kombination. In der Ausstellung "Seduced. Art and Sex from Antiquity to Now" zeigt die Londoner Barbican Art Gallery mehr als 300 Werke. Nicht erst seit der sexuellen Revolution führen sinnliche Vorstellungen die Pinsel der Künstler.
Seit 2000 Jahren begleiten Malerei, Grafik und Fotografie die erotischen Beziehungen der Menschen zum anderen und eigenen Geschlecht sowie zu sich selbst. Die Begierde einzufangen ist rund um den ganzen Erdball eine künstlerische Herausforderung.
Klangvolle Namen wie Andy Warhol, Pablo Picasso und Auguste Rodin dürfen dabei nicht fehlen. Von dem spanischen Macho Picasso kennen Kunstfans nackte Frauen von Gemälden wie "Der liegende Akt", "Sich zurücklehnender Akt" oder "Paar". Eines seiner frühen Werke aus dem Jahr 1903 ist zum ersten Mal in Großbritannien zu sehen: "Erotic Scene", auch als "La Douleur" bekannt.
Rund 70 andere Künstler wie Nobuyoshi Araki, Francis Bacon, Jeff Koons, Robert Mapplethorpe und Rembrandt van Rijn haben mit Öl, Tusche und Fotografie leidenschaftliche Körper auf die Leinwand gebannt. Erotik bewegt. Bewegt sich in dem Schwarz-Weiß-Film "Blowjob" von Andy Warhol aus dem Jahr 1963. Gleichsam einen Gegenschlag wie eine Hommage an das Pop-Art-Genie schuf der britische Künstler K. R. Buxey 2002 in seiner Video-Installation "Requiem". Doch auch römische Skulpturen, japanische Drucke und Malereien aus der Renaissance zeichnen wunderbar verführerische Bilder.
Die lustvollen Werke sind noch bis 27. Januar 2008 in der Barbican Art Gallery zu bewundern.
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