Antichrist: Feiern (fast) ohne Tabus
Sklaven-Auktionen, Pseudo-Kreuzigungen, skurril gekleidete Menschen in Lack, Leder, Gummi und ganz viel nacktes Fleisch - ein neuer Club mit dem vielsagenden Namen "Antichrist" sorgt seit Kurzem in London für Furore unter den Fetisch-Fans.
Von Andrea Ege
"Antichrist" - der Name ist Programm. Der neue Londoner Club ist ein Mekka für alle Freunde erotischer Spiele jenseits von Blümchensex, ein riesiger Tummel- und Spielplatz für alle Facetten der Lust. Schon im Erdgeschoss werden die Besucher akustisch darauf eingestellt: blecherner Black Metal, Goth und Industrial scheppern dort in ihre gepiercten Ohrmuscheln. Über die Treppen erreichen sie das nächste Level der hauseigenen Clubhölle: einen bizarren Ballroom mit nonstop Burlesque- und Fetisch-Performances, unterlegt von surrealer Rockabilly-Musik.
Fetisch ausleben ausdrücklich erlaubt!
Das böse Herz des Clubs schlägt in der VIP Dungeon Area, dem Reich der hauseigenen Domina. Allerlei lustiges Sado-Maso-Spielzeug reiht sich hier an andere Werkzeuge, die der Durchschnitts-Fetisch-Fan so braucht. Im Club gilt das Motto: Was legal ist, ist erlaubt. Nacktes Fleisch und angewandte Praktiken sind dort sogar ausdrücklich erwünscht - mit einer Ausnahme: Wer beim "Wanking" erwischt wird, fliegt sofort und im hohen Bogen raus.
Der Dresscode im "Antichrist"-Club: je extremer, je lieber. Sogar Nazi-Symbole sind erlaubt. Nur wer Waffen oder Waffen-Imitate trägt, muss draußen bleiben. Dasselbe gilt für Kameras. Ausschließlich Profi-Fotografen erhalten Zutritt im "Antichrist". Eine Körperdurchsuchung am Eingang sorgt dafür, dass niemand diese Regel bricht. Um den Suchtfaktor der Fetisch-Fans hoch zu halten, öffnet der "Antichrist"-Club nur alle zwei Monate die Türen. "Der Club ist nur für Menschen gedacht, die so wie wir, rund um die Uhr ihren Fetisch ausleben", erklärt einer der Clubmacher das Konzept.
Wagen Sie einen Blick ins Innere des Fetisch-Clubs in unserer Bildergalerie.
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