Bald 75 Jahre, aber von Aufhören keine Spur. Georges Moustaki ist einer der letzten noch aktiven der großen französischen Chansonniers. In den Fünzigern schrieb er Chansons für Yves Montand und Edith Piaf, bis heute ist er regelmäßig auf Tour.
"Allez, venez, Milord! Vous asseoir à ma table, il fait si froid, dehors, ici c'est confortable. Laissez-vous faire, Milord et prenez bien vos aises, vos peines sur mon coeur et vos pieds sur une chaise. Je vous connais, Milord, vous n'm'avez jamais vue, je ne suis qu'une fille du port, qu'une ombre de la rue." Wer hat's erfunden? Edith Piaf, ja richtig, die hat's gesungen und einen ihrer größten Erfolge damit gefeiert. Geschrieben hat "Milord" aber ein enger Freund (und Geliebter), der heute der wohl einzige noch aktive Chansonnier Frankreichs ist.
Und das, obwohl man Georges Moustaki richtigerweise wohl eher weniger im französischen Sprachraum einordnen würde. Geboren in Alexandria, verließ er bereits mit 17 das Elternhaus in Richtung große weite Welt: Nach Paris, wo zu dieser Zeit Edith Piaf, Yves Montand und Georges Brassens das musikalische Geschehen bestimmten. Letzterer war es auch, der Moustaki ermutigte eine Musikerkarriere einzuschlagen. In der Folge sollte er das französische Livre des Chansons um lebenssinnierende Balladen wie "Ma Liberté", "La Métèque" und "Hiroshima" bereichern.
Als nachdenklichster Lyriker des französischen Chansons und als Meister der ruhigen Töne ist er seit mittlerweile 40 Jahren erfolgreich und bis heute auf Tour. Im Februar 2009 kommt Moustaki auch wieder nach Deutschland!
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