Die Geschichte von District Six ist erschütternd und tragisch. 1867 zum sechsten Bezirk Kapstadts erklärt, waren die ersten Bewohner freigelassene Sklaven. Nach und nach zogen Farbige, Juden und Einwanderer aus Portugal und Spanien in den Bezirk. Es wurde mehr und mehr zu einem Schmelztiegel verschiedener Sprachen, Kulturen, Religionen und Weltanschauungen. Der Bezirk hatte durch das tolerante und friedliche Zusammenleben ein berauschendes Flair. Viele bekannte Musiker, Schriftsteller, Politiker und Intellektuelle lebten hier.
Zur räumlichen Trennung der Bevölkerungsgruppen machte das Apartheids-Regime den Destrict Six 1966 dem Erdboden gleich. Planierraupen rissen in zehn Jahren 3700 Gebäude ein, 60.000 Bewohner wurden in neue Vororte der Stadt zwangsumgesiedelt.
Das District Six Museum behandelt die Zeit vor und nach der Umsiedelung. Fotografien, alte Straßenschilder und Kartenmaterial sind Zeitzeugen.
Öffnungszeiten: Mo 9-14 Uhr, Di-Sa 9-16 Uhr
Sonstiges: Parkplatz (in der Nähe)
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